Mein Hund ist widerlich

Mein Hund ist wirklich widerlich!

“Hey, nehmen Sie Ihren Hund gefälligst an die Leine”, schnauzt mich der Jäger an und unterbricht damit den bisher sehr friedlichen Spaziergang mit Horton ziemlich schroff. Ob er die neongelbe Schleppleine übersehen hat?

“Guten Tag”, entgegne ich freundlich lächelnd, “Mein Hund ist doch angeleint”. Horton unterstützt unsere friedliche Gesinnung mit Ganzkörperbegegnungsfreude Stufe III, also intensivem Gezappel.

“Ständig wird das Wild durch streunende Hunde aufgescheucht”, motzt der Waidmann weiter. “Da lobe ich mir Dänemark. Bumm. Erledigt!”

“Schauen Sie mal”, sage ich vermittelnd, “Das eine Ende der Leine habe ich in der Hand und das andere Ende habe ich vorsorglich an meinen Hund geknotet. Sie können ja auch deutlich an seinem Röcheln erkennen, dass er gar nicht dort hingehen kann, wo er eigentlich will. Ist doch alles gut!”

“Auch noch diskutieren. Nichts als Ärger mit den Hundehaltern!”, krächzt der Jägersmann, lässt uns ratlos zurück und verschwindet schnaufend im Dickicht.

Einige Minuten später zeigt sich für uns dann ein deutlich erfreulicherer Anblick. Eine Mutter kommt mit ihrer kleinen Tochter auf uns zu. Horton liebt kleine Kinder und reagiert sofort mit Ganzkörperbegegnungsfreude Stufe IV, also Duracell-Hase unter Starkstrom. Dem Kind scheint das zu gefallen, aber die Mutter wirft sich völlig verängstigt mit einem Hechtsprung schützend auf die Frucht ihrer Lenden, woraufhin das Kind zu weinen beginnt.

“Halten Sie doch Ihren Hund fest. Sie sehen doch, dass er meiner Tochter Angst macht!”, schreit die Amme hysterisch im Todeskampf. Die Tochter schreit jetzt auch.

“Ehrlich gesagt, machen Sie mir Angst”, stottere ich verwirrt.

Horton hat inzwischen seine Ohren gespitzt und schaut sich mit der gleichen Verwirrtheit seelenruhig das bizarre Spektakel an. Um die Situation zu entschärfen, gehen wir zügig weiter und erreichen unser Wohngebiet.

“Alter, wenn dein Köter hier einen Haufen macht, kannst Du das auch wegmachen”, blökt ein Grundstücksbesitzer über die Hecke.

Der ganze Sandstreifen vor seinem Grundstück wurde offensichtlich als Hundetoilette missbraucht. Kein schöner Anblick.

“Ich versteh’ deinen Unmut, aber mein Hund hat gar keinen Haufen gemacht”, gebe ich als überflüssige Rechtfertigung zurück.

“Ja ne, is klar. Deiner ist natürlich was ganz Besonderes. Der kackt Mon Chéri!”, echauffiert sich der Anwohner weiter.

“Wie bitte?”, frage ich fassungslos zurück.

Mitten in meine Fassungslosigkeit spaziert der erste Lichtblick des Tages. Eine Frau kommt mit ihrem angeleinten Rüden auf uns zu. Endlich mal eine Gleichgesinnte. Zu spät bemerke ich, dass die Frau – zwar bemüht aber ohnmächtig – von ihrem Hund zu uns gezerrt wird. Aus der Vorfreude, wird die Sorge über eine frontale Kollision. Mein Hund teilt diese Sorge und wird unruhig. Sehr unruhig. Beide Hunde brechen jetzt in ein wildes Getöse aus und die Situation spitzt sich zu.

Die Frau bleibt stehen und erläutert mir ausführlich die Hintergründe für das Verhalten ihres Rüden, der nach wie vor vehement versucht meinen Hund zu erreichen, um ihm den Garaus zu machen.

“Er ist sonst gar nicht so”, erklärt sie, “Irgendwie macht Ihr Hund ihn aggressiv”.

“Aha?”, stammle ich fragend.

“Vielleicht sollten Sie mal einen geeigneten Hundetrainer aufsuchen”, rät sie mir.

“Ja, da kannst Du der Töle auch gleich das Kacken abgewöhnen”, ergänzt der Grundstücksbesitzer ungefragt.

Ich würde mich gerne noch etwas intellektuell duellieren, aber beide Kontrahenten sind offensichtlich unbewaffnet. Verzweifelt und mit hängenden Köpfen schleichen wir nach Hause.

In Google-Maps markiere ich mal wieder die Punkte, die auf dem heutigen Spaziergang problematisch waren mit einem schwarzen Punkt. Horton schaut mich dabei mit diesem merkwürdigen Blick an, als hätte er ein schlechtes Gewissen.

“Ja, schäm dich”, sage ich vorwurfsvoll zu ihm, “wenn Du dich weiterhin so unmöglich aufführst, dann wohnen wir laut Google-Maps bald in einem schwarzen Loch”.

 

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Ich bin ein humorvoll gereifter Autor, der mit Frau und Hund in einer nahezu perfekten Symbiose in der Nähe von Hamburg wohnt. Frau, Hund, Computer und Schlagzeug füllen meinen Alltag und machen das Leben lebens- und lesenswert.

128 Gedanken zu “Mein Hund ist wirklich widerlich!

  1. Yvonne Merkelbach schreibt:

    Hallo, ich bin Dina ein weiblicher Schäferhund Mix. Mein Frauchen und ich erleben immer wieder ähnliche Situationen.Echt merkwürdig diese Menschen. Ich freue mich auch immer ganz dolle viele meiner Artgenossen zu treffen. Doch ich darf nie mit Ihnen spielen. Neulich trafen wir einen Dalmatiner mit seinem Frauchen. Man hatte ich mich gefreut. Die mag ich besonders gern. Leider wurde der Arme förmlich von der Frau aufgehängt als ich in deren Blickfeld kam,stürmisch wie ich nun mal jemanden Begrüße. Die Dame schrie gleich auf das mein Frauchen mich doch bitte besser erziehen möge. Das ginge ja gar nicht das ich so unbeherrscht sei. Ich dachte nur wie bitte unbeherrscht??? Hab mich doch nur gefreut nen Kumpel zu sehen und war nicht mal in der Nähe um Ihn zu beschnüffeln. Mein Frauchen hat sich denn auch voll darüber aufgeregt. Sie verteidigt immer wieder meine Ehre und kann so ein Verhalten nicht verstehen. Also mal ehrlich, ich finde ich bin ganz normal und hab das coolste Frauchen der Welt…. Liebe Grüße Dina

    • K.Körner schreibt:

      hallöchen

      Ich habe 6 Hunde,muß ein Haufen Steuern bezahlen,aber ich würde nie einen Haufen meiner lieblinge liegen lassen,das gehört sich einfach nicht…du hast es so toll beschrieben,ja.so sind manche Menschen,einfach nicht einsichtig und dumm..:;)

    • Jutta Köster schreibt:

      wir haben uns darauf verlegt, nicht ruhig und schuldbewusst zu sein. Wenn mich Jemand fragt:“Muss Ihr Hund hier hinkacken?“ dann sag ich so wie es ist: Ja – und wenn es Ihnen nicht passt, beim nächsten mal zusammenkneifen und noch ne Runde um den Block drehen, dann wissen Sie, wie dringend es ist.
      Oder: In Trinkwasser (kacken) ist auch nicht besser – oder – einfach mal den Kopf zumachen, da kommt so ein Krach raus.
      Die Leute ändern sich nicht, nur weil man freundich ist. So kann ich meinen eigenen Frust, den ich in solchen Momenten sammel, auch abbauen. Das ist mir inzwischen wichtiger, als es allen recht zu machen. Das geht sowieso nicht, irgendwas finden die Leute immer. Aber wenn dann Jemand kommt und sagt:“ Oh, wie niedlich, darf ich die mal streicheln?“ Sag ich mitterweile nein, die schnappen ganz gerne mal :-)

    • luca rosenberta schreibt:

      Ich kenn das total, die Kommunen füllen ihre leeren Kassen mit der Hundesteuer und knöllchen. Der Hund darf nur noch an der Leine gehen, den es gibt wenige Freilauf Flächen und die sind immer in der nähe von strassen und auch nicht eingeredet. Zur Zeit bin ich so drauf das wenn meine alte Dame luca nicht mehr ist sie der letzte Hund war, es macht keinen Spaß mehr.

  2. Nina schreibt:

    Eine traurige Geschichte und leider doch so Wahr…
    Ich glaube es geht vielen Hunde-Mensch Teams so – egal ob Haus- Sport – oder Sozialteam. Obwohl meine Hündin und ich als Rettungshundeteam mehrmals im Jar aktiv sind schlägt der Unmut und die Vorurteile in den Alltagssituationen doch vermehrt zu Buche.
    Ich bewundere Menschen wie euch die damit mit so einer Ruhe umgehen können auch wenn es endlos traurig ist seine Umgebung mit nicht endend wollende schwarze Punkten zu markieren nur um auf Andere Rücksicht zu nehmen und auch selbst ein wenig die Zeit zu genießen. Ich würde mir wünschen das auch wir – egal welcher Herkunft – mehr Toleranz begegnen würden – so wie auch wir es versuchen – auch in unseren eigenen Reihen.
    Axel : Lass dich von all den schwarzen Punkten nicht entmutigen – es gibt auch die „vereinzelten“ hellen Flecken die uns noch Freude bescherren können – auch wenn sie einmal etwas weiter weg liegen.

  3. Akki (Axel) Moto schreibt:

    Hallo Axel,

    toll geschrieben. Irgendwie haben wir gleiche Erlebnisse, weil wir in der gleichen Gegend wohnen (Witzeeze). Aber es ist ja alles geregelt, daher habe ich mal bei unserem gemeinsamen Ordnungsamt angefragt:

    Frage: „Hallo, wie ist es mit dem Freilauf für Hunde im Amt geregelt? Gibt es bevorzugte Flächen dafür? Wann und wo herrscht Leinenzwang? Insbesondere auch bezogen auf den Grenzstreifen und den alten Bundespolizeiübungsplatz.
    Vielen Dank für eine Information.“

    Antwort: „Leinenzwang für Hunde besteht
    1. in Fußgängerzonen
    2. bei öffentlichen Versammlungen
    3. in öffentlichen Parkanlagen
    4. in Mehrfamilienhäusern in Treppenhäusern, in Aufzügen
    5. in öffentlichen Gebäuden u. Verkehrsmitteln
    6. in Sportanlagen und auf Zelt- und Campingplätzen
    7. auf Friedhöfen
    8. auf Märkten u. Messen
    9. im Wald

    Einen allgemeinen Leinenzwang gibt es nicht. Für die Öffentlichkeit ausgewiesene Freilaufflächen gibt es im Amtsbereich Büchen nicht.“

    Vielleicht hilft Dir das zukünftig bei der Argumentation. Auch §17 des Waldgesetzes Schleswig-Holstein ( http://www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/jportal/portal/t/12vi/page/bsshoprod.psml;jsessionid=983DFE448FEC39A821C46BF3C7F0B5DC.jp13?pid=Dokumentanzeige&showdoccase=1&js_peid=Trefferliste&documentnumber=1&numberofresults=1&fromdoctodoc=yes&doc.id=jlr-WaldGSH2004rahmen&doc.part=X&doc.price=0.0#jlr-WaldGSH2004V5P17-jlr-WaldGSH2004V1P17-jlr-WaldGSH2004V2P17-jlr-WaldGSH2004V3P17-jlr-WaldGSH2004V4P17 ) ist interessant. Und der Zweck des Waldes ist (auch) die Erholung. Das haben Waldpächter zuzulassen und den Erholungsfrieden nicht durch unangemessene Ansprache zu stören.

    Liebe Grüße
    Axel

  4. Tinka schreibt:

    Super geschrieben
    und immer wieder erfahre ich das es nicht nur mir so geht….
    Ich verstehen diese Menschen nicht die so reden. Sie sollten mal die Hunde Sprache richtig deuten lernen dann würde es vllt an paar weniger Anfeindungen Hundebesitzer gegenüber geben…. Danke für den tollen Text
    Liebe grüße

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Nein Tinka,

      Du bist leider nicht allein! Aber Andy und ich lassen bei „Fair auf Pfoten“ nicht locker und wir sehen ja hier, dass es intelligentes Leben unter den Hundehaltern gibt.

      Gruß Axel

    • Angelika Bogitzky schreibt:

      So ist es wirklich. Aber viele Hundehalter verstehen nicht die Ängste wenn mein angeleinter Hund auf einen freilaufenden Hund trifft.. Man findet auch kein Verständnis denn ihr Hund tut ja nix .

      • noz! schreibt:

        Ich gehörte bei meinem ersten Hund aus dummer Unerfahrenheit auch zur Fraktion „Der tut nix!“ – bis eine Frau dann nur meinte „Aber meiner!“ und der dann auch loslegte. Von da an habe ich nie wieder gesagt, dass meiner nix tut 😉

  5. Ute Holcombe schreibt:

    Hach, Herr Löwenstein, wie wunderbar und unterhaltsam doch die Ergüsse aus Ihrer Feder immer wieder sind. Wehe, Sie hören damit auf, dann hetze ich meine Hund auf Sie!
    Beste Grüße,

    Ute Holcombe und Emma

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Hallo Emma! (Ich gehe mal davon aus, dass Du diejenige bist, die auf mich gehetzt wird)

      Dein Frauchen hat offensichtlich kurz die Fassung verloren. 😉 Sag ihr doch bitte, dass mich absolut nichts vom Schreiben abhalten kann!

      Gruß Axel
      P.S.: Horton würde gerne mal ein Bild von dir sehen.

  6. Angelika Boyk schreibt:

    Hallo ihr beiden, ich habe auch so einen Horton der Tommy heißt uns beiden geht es ähnlich wie euch lächeln und weitergehen ist meine Devise, diskutieren bringt sowieso nichts bitte weiterschreiben, es erhellt uns den Tag

  7. Jessie schreibt:

    Hach ja …
    früher war ich der Meinung als Pferdebesitzer bin ich der „Feind“ heute weiß ich: einen Hund zu besitzen setzt dem Ganzen die Krone auf.. 😀
    Lächeln und winken immer brav lächeln und winken. ..! 😉

  8. Dogcare4u schreibt:

    In den sehr anschaulich beschriebenen Situationen finden wir uns als Hundebetreuer und Gassigänger auch mit uns noch wenig bekannten Hunden leider fast täglich wieder.
    Es hat den Anschein, als ob Egoismus, Intoleranz und Hirn (Reihenfolge beliebig) einiger Artgenossen täglich zunehmen. Und das scheint ansteckend zu sein. Unter Berücksichtigung der täglich zunehmenden Meldungen über abartig konstruierte Giftköder, die nicht nur unsere Hunde, sondern auch die Kinder gefährden, muss man das schon als „grenzenloser Hass“ bezeichnen.
    Es ist traurig, in einer immer herzloseren, egoistischeren Umwelt zu leben.

    Vielleicht sollte sich der Mensch mal ein Beispiel an Hunden nehmen. Ihr Hirn ist zwar nicht ganz so gross und bietet daher auch weniger Platz für hasserfüllte, brutale Gedanken wie das so mancher Tierquäler, dafür ist aber ihr Herz umso grösser als das der Menschen!

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Gassigeher? Oh man, da zieh ich aber den Hut. Das wäre nichts für mich. Mir reicht der eine Freak! 😉 Gut, der hat jetzt wahrscheinlich auch schizophrenes ADHS mit einem deutlichen Hang zum Größenwahn, aber sonst ist er ein ganz Netter.

      Gruß Axel

  9. Manja schreibt:

    You made my day!!!!
    Ich glaube die Diskussionen und Duelle mit intellektuell Unbewaffneten kennt so gut wie jeder Hundebesitzer….aber ich muss gestehen, ich konnte mich bis gerade eben noch nie so darüber amüsieren…..DANKE dafür! :-)
    Auch wir führen einen Blog und versuchen uns auf die schönen Seiten im Leben zu konzentrieren….vielleicht habt ihr mal Lust zum reinlesen? https://manjaswelt.wordpress.com/
    Wedelnde Grüße aus Österreich….Manja

  10. Heike Gräpel schreibt:

    Hallo!
    Ich habe nunmehr zwei Wauwis. Mama ist ein Dobermann-Pudel Mix und sie liebte einmal einen weißen Schäferhund. Daraus entstanden 11 süße Babys – alle verschieden und glücklich untergebracht!
    Wenn ich mit den spazieren gehe habe ich auch unglaublich viel Platz: „…Dobermann und Schäferhund geht ja wohl garnicht! Zwei gefährlich Hunde und die beißen…“ Dabei haben beide noch niemandem etwas getan. Das einzige was sie super toll können ist bellen! :)
    Vor der Tür zum Tierarzt kam uns eine Frau mit einem kleineren Mischling entgegen. Sie war gerade bei der Hudneschule nebenan. Warf sich förmilich vor ihren Hund, der zu ziehen begann und sich freute. Meine beiden freuten sich auch. In dem Moment schrie die Frau „…das ist Pfui sagt ich, Pfui ist das…“ und zerrte ihren Hund weiter. Wir drei blickten ihr hinterher und ich sagte nur „…also meine Hunde sind nicht Pfui…“ Na ja, so gehen wir eben allein und versuchen unseren Spaß zu haben….

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Hey Heike,

      da wollen wir aber Bilder sehen! Dobermann-Pudel-Mix? Klingt spannend.

      Das ist eigentlich die größte Enttäuschung, dass immer wieder Hundehalter untereinander Probleme haben. Das muss wirklich nicht sein. Wir arbeiten dran!

      Gruß Axel

  11. Tanja + Joy schreibt:

    Hallo,
    es ist immer schön zu lesen, das auch andere versuchen das schöne zu sehen und nicht immer nur schwarz sehen. Humor muß man als Hundehalter halt auch haben. 😉

    Übrigens – meine Joy ist eine kleine 5 kg Maus mit einer lauten Klappe – aber sehr brav. Sie liebt große Hunde und darf natürlich nach Absprache auch den großen „Guten Tag“ sagen.

    Leider gibt es auch viele große Hunde die nicht mit Kleinen Hunden zusammen kommen dürfen. Aber hier auf dem Dorf ist es meist sehr entspannt.

    LG Tanja mit Joy

  12. Bettina schreibt:

    Hilfe, was man da so lesen muß. Zeigt sich doch, daß was Lebendiges wie ein Hund von vielen Leuten als feindliches Tier angesehen wird. Katzen stehen leider, leider andes da. Jedes Jahr auch der gleiche Mist wg. Brut-und Setzzeit. Die Parole:weiterlächeln finde ich gut. Hier in OL geht es eigentlich gut. Viele Menschen sind freundlich zu zumindest unserem Hund. Nee, auch sonst. Sollten sie auch sein, denn hier zahlen die HUndebesitzer fast 600.000€ Hundesteuer. Und es ist doch heute klar, wie gut HUnde für Körper und Seele sind. NIcht entmutigen lassen und so cool zurückargumentieren, das finde ich super!

  13. Steffi und Argentino schreibt:

    Hallo ihr Beiden,

    sehr gut geschrieben und leider so bekannt. Argentino ist ein großer, schwarzer Hund Galgo-Labrador-Mix) und somit von Natur aus böse, daher gehen uns viele aus dem Weg, wechseln die Strassenseite oder reissen ihre Kinder oder kleinen Hunde zur Seite. Von Beschimpfungen mal ganz abgesehen.
    Dabei ist der „Kleine“ lammfromm und gut erzogen…bissig wird nur das Frauchen, denn immer ruhig bleiben gelingt mir nicht.
    Aber wer uns eine Chance gibt und uns kennenlernt, merkt schnell das wir zwei ganz liebe Herzchen sind 😉
    Ich hoffe das diese neue „Mode“ immer so egoistisch etc zu sein auch wieder vorbei geht und ihr bald wieder ganz viele helle Flecken auf eurer Karte habt :)

    Liebe Grüße
    Steffi und Argentino

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Hey Steffi!

      Mit „bissigen Frauchen“ kenne ich mich gut aus, denn ich habe eins hier zu Hause. Ein Ehefrauchen! Und meine Blogpartnerin, die liebreizende Andy, ist auch nicht ohne. 😉 Also willkommen im Club.

      Man muss sich nicht alles gefallen lassen, aber bitte immer cool bleiben.

      Gruß Axel

      • Steffi und Argentino schreibt:

        Danke Axel :)
        Meistens bin ich auch ruhig und geduldig usw….aber irgendwann ist auch der Bogen mal überspannt. Allerspätestens wenn man versucht an meinen Schatz zu gehen. Sowie nette Fahrradfahrer die ihn fast anfahren, obwohl wir schon fast im Gebüsch stehen.
        Aber Sarkasmus und Ironie ist immer noch ein gutes Mittel um manche Menschen mundtot zu bekommen 😉
        Aber wir hoffen auf das Gute im Menschen und das es sich bald wieder offen zeigt :)

        Liebe Grüße
        Steffi und Argentino :)

  14. Natascha und SERO schreibt:

    Hallo Alex,
    ich kenne diese Dinge sehr gut mein „kleiner“ SERO ist ein 3 jahre alter Dobermann-Windhundmix. da sind die Vorurteile eh schon vorprogramiert! Wir haben so manches Drama schon durch. aber auch ich habe eine nette Geschicht beizusteuern:
    Wir gehn spaziern mein Hundi hält an und läst einen dickes Häufchen fall ich greife in meine Handtasche hole den für die Entfernug vorgesehnen Beutel raus und merke wie mich wer beobachtet.
    nehme besagtes Häufchen packe es in den Beutel und will es 2 Meter weiter in eine öfentliche Mülltonne werfen…bumm lautes Geschrei zucke zusammen, SERO macht ein tiefes Wuff eine sehr laute schrille Frau schreit mich an: sie wollen das doch nicht da reinwerfen?! doch sag ich und nicke, hab das gefühl das mein Hund auch nickt.
    Schlimm genug das sie ihren kampfhund nicht zuhause lassen und er hier ohne Maukorb rumläuft, (Laufleine fester an mich ran ziehn Hundi wird nervös einweiteres Wuff erklingt frau weicht zurück) jetzt wollen sie auch noch die dreckige Scheiße hier entsorgen, hier spielen Kinder die werden krank. nehmen sie ihren Dreck mit nach Hause!
    Aus dem Wuff wird ein dunkles Grummeln. Frau weicht nochweiter zurück… „hoffentlich stecken sie meinen armen Hund nicht an sage ich wärend ich den Beutel in den Eimer fallen lasse wutschäumende empörung macht sich breit Frau kommt 3 Schritte näher Sero kontert…WAU..WAUWAUWAU schnaub. Frau dreht sich um murmelt was von Tierheim und geht.

    Sero wedelt hebt Rute und Ohre hoch und bittet darun weiter zu gehn!
    Wie schon es doch ist einen sooo bösen bösen Kampf hund zu haben denk ich mir als wir am abend auf dem Sofa sitzen und meine 3 jährig malwieder im Hundefell kuschelnd eingeschlafen ist. Sie ist ja Gott sei Dank gesund!

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Hallo Natascha!

      Manchmal kommt man sich vor wie bei der Fellnasen-Guerilla. Bei Begriffen wie zB. „Kampfhund“ oder „Rasseliste“ geht mir immer wieder der Hut hoch. Ich denke da gibt es nur „Kampfmenschen“ und die gehören weggesperrt! 😉

      Gruß Axel

  15. Herbert Schmitt schreibt:

    Hallo Axel,
    wir haben absichtlich mit der Anschaffung eines Hundes gewartet bis wir aus dem dichtbesiedelten Rhein-Main Gebiet wegziehen konnten. Inzwischen leben wir in Irland und unser Labrador-Mädchen Emma hat viel Platz auf unserem Grundstück. Sie liebt es am Strand zu rennen und im Meer zu schwimmen. Laut bellen kann sie auch, aber es gibt keinen unmittelbaren Nachbarn, den das stören würde. die Bordercollies unserer Freunde – etwa 500 m von uns entfernt – kommen ab und an zu Besuch vorbei und alle vertragen sich. Die wenigen Menschen, die wir am Strand treffen freuen sich, wenn Emma sie begrüßt. Hier geht man viel entspannter mit Hunden um. Von Giftködern habe ich noch nie gehört und ein Hundehaufen bleibt in der Regel nicht sehr lange liegen. Der bekannte irische Regen löst sie meistens sehr schnell auf.

    Der Hund gehört hier einfach dazu und sehr oft sieht man sie auch alleine auf den Straßen. Noch in dieser Woche waren wir in einem Einkaufszentrum. Hunde dürfen dort nicht hinein und der Security-Mann hat sich sogar dafür entschuldigt.

    Bitte den Blog weiter mit witzigen und informativen Beiträgen füllen. Vielleicht gelingt es dir, den Teil des Hirns der Hundehasser mit ein wenig Einsicht zu füllen – obwohl ich da leider immer noch Zweifel habe.

    Lieben Gruß von der Nord-Westküste der grünen Insel:

    hERBERT

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Wow Herbert, klingt ja, als hättest Du das Paradies gefunden! :-)

      Wir hatten hier auch schon einen Gastbeitrag von Nima Ashoff, die über ihre Erfahrungen aus Spanien berichtet hat.Auch dort scheint man viel lässiger mit Hund und Halter umzugehen.

      Ich hab mal im Routenplaner geschaut. Für einen spontanen Spaziergang ist Irland doch etwas weit draußen! 😉 Also machen wir weiter und holen ein Stück Irland und Spanien hier her.

      Gruß Axel

      • Martina Ehlers schreibt:

        Der Blog ist wirklich cool, es macht riesigen Spaß das zu lesen u. leider finde ich uns gespiegelt.

        Wir haben drei Hunde, Hollandse Herder (7), Malinois (10) u. 17monatiger Kelpie – alles Rüden. Die „Großen“ sind nicht unbedingt sozial verträglich mit anderen Hunden, deshalb sind wir immer sehr vorsichtig, was Begegnungen anbelangt. Wir sind aus besagten Gründen umgezogen in ein Haus, das „mitten in der Budnik“ liegt, nächster Bauer – ohne Hunde – ca. 200 m entfernt, restliche Nachbarn noch viel, viel weiter. Tür auf – Bande rennt los u. ab ins Feld. Es ist Entspannung pur u. ALLE lieben es! Wir leben in Niedersachsen – also Leinenpflicht. Unsere Bande wird auf der Zuwegung mit eigener u. „befreundeter“ Wiese bewegt. Mäuse buddeln ist eine ihrer liebsten Beschäftigungen neben „Dauerrennen“ vom Kelpie.
        Mit meinem Kelpie Chak radele ich abends zusätzlich in der umliegenden Feldmark – ohne Leine, er hat sich mittlerweile 99,9 % Vertrauen verdient.
        Situation: Chak bellt, er ist nicht zu sehen, da kleine Kurve, ich rufe „Platz“, Ruhe, …
        Jäger mit geschulterten Gewehr kommt um die Ecke (mein Herz bleibt stehen u. das schlechte Gewissen treibt eine verdächtige Röte in mein Gesicht), Jäger sagt lächelnd Guten Abend u. geht weiter, drei dicke Fliegen versammeln sich in meinem starr offen stehenden Mund. Ich gehe zügig um die Ecke, Kelpie liegt brav u. wedelt. Große Erleichterung u. Freigabe des Wildfangs folgen.
        Und das ist nicht geträumt !!!

        • Axel Löwenstein schreibt:

          Hey Martina,

          ihr seid wegen der Hunde umgezogen? Das nenne ich ja mal Hingabe!

          Schön, dass dir der Blog gefällt, aber schade eigentlich, dass es so eine Aktion geben muss.

          So weit wie bei dir reicht das Vertrauen meinem Hund (Mischlingsrüde, 15 Monate) gegenüber leider noch nicht. Da ist die Neugier und der Tatendrand noch sehr groß und teilweise übermotiviert. Wir arbeiten daran! 😉

          Gruß Axel

        • Michaela schreibt:

          Hi Martina,
          RESPEKT!! :-)
          Wir wohnen am Deich……..im Winter sind dort keine Schafe – dann darf unser Border Collie ohne Leine laufen – bei „Gefahr für ihn“ heißt es PLATZ und BLEIB – das klappt aus größerer Entfernung……….aber trotzdem hab ich dann Herzklopfen…….. :-)
          Liebe Grüße
          Michaela

  16. Jens Klappenecker-Dircks schreibt:

    Hallo Axel,
    als Hundehalter zweier großer schwarzer Hunde (wer hat Angst vor’m schwarzen Mann?) kenne ich den täglichen Wahnsinn ganz genau.
    Allerdings sind es hier am Niederrhein eher die Radfahrer und Jogger mit Hundephobie. Man glaubt es kaum, aber es gibt sie. Die Radfahrer, die vor lauter Angststarre vergessen, in die Pedale zu treten und vor einem dann mitsamt ihrem Zweirad auf den Radweg fallen. Die morgendlichen Jogger, die bei schneidendem Ostwind plötzlich 30 Meter hinter einem stehen, sich rhythmisch auf die Oberschenkel klopfen und brüllen: „Vooooooooorsicht. Vooooooooorsicht“. Emma, das 40-kg-Berner Sennenhund – Goldie – Mix – Mädchen freut sich innerlich und rennt los: „Juhuuuuuu. Spielen!“ Währenddessen ist Pelle (GMV-Labbi-Mix) noch an der Leine und will natürlich hinterher. „Wenn es was zu spielen gibt, bin ich dabei“, denkt er. Und so kommt es wie es kommen muss:
    Mir rauchen die um die Leine verkrampften Pfoten, der Jogger wehrt verängstigt Emma ab, Emma ist irritiert – weil sie nicht zum Spiel kommt und Pelle sauer, weil er nicht mitmachen darf. Ein toller und entspannter Morgen zu viert.

    Viele Grüße vom Niederrhein,
    Jens

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Moin Jens!

      „Großer schwarzer Hund“ ist für viele schon ein Problem. Nur weil sie halt schwarz und groß sind. Klingt komisch, ist aber so! 😉

      Radfahrer ist ein gutes Stichwort. Da haben wir schon einen Gastbeitrag in Vorbereitung. Scheint so, als wärst Du nicht allein mit dem Problem.

      Gruß Axel

  17. Gerold Arendt schreibt:

    Als wir von ca. einem Jahr mit unserem Ferienhaus angefangen sind, Haustiere ohne Einschränkungen und ohne zusätzlich Kosten zugelassen haben, wurde aus unserem Bekanntenkreis schon der Untergang des Hauses wenn nicht des Universums voraus gesagt. Totales Unverständnis von allen Seiten. Nachdem wir jetzt fast 100 Hunde als Gäste hatten, von kleinen Handtaschen über Bordeaux-Doggen bis American Staffordshire Terrier, staunen alle nur. Keiner der Hunde hat mit Filzstiften die Tapeten bemalt, nichts ist zu Bruch gegangen und die Zäune stehen auch noch. Aber die Vorurteile der Leute sind nicht weg zu kriegen.

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Hallo Gerold,

      dass sieht aber einladend aus bei Euch! Ich habe mal in einem Beitrag geschrieben, dass wir Hundebesitzer zu Hause nicht in tapezierten Erdhöhlen wohnen. Das hat sich noch nicht bei allen Vermietern herumgesprochen.

      Gruß Axel

  18. Bernd Bratton schreibt:

    Gut geschrieben.
    Meine erfreut sich auch immer wieder, wenn sie einen anderen Hund sieht.
    Die meisten anderen Hunde können aber meist nicht zu ihr, weil ihr Halter/in den eigenen wegzieht.
    Anfänglich lass ich meiner Kleinen mehr Freiraum durch Lockerung der Leine.
    Das wiederum löst entsetzen bei den anderen Hundehaltern aus und sie ziehen ihren dann noch weiter an sich ran.
    Ich frage dann immer: Was ist mit ihrem Hund, ist er nicht sozialisiert, dass sie ihn so fern von anderen halten müssen?
    Die armen Geschöpfe – ich meine jetzt die Hunde – werden dann von den meist erbosten Haltern weggezerrt.
    Manchmal denke ich mir, dass ein Hundeführerschein gar keine so schlechte Idee ist.

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Tja Bernd, die Geschichte der Hunde-Begegnungen ist eine Geschichte voller Mißverständnisse! 😉

      Ich persönlich habe da auch noch Nachholbedarf. Unser Hund ist 15 Monate alt und weit davon entfernt als ausgeglichen bezeichnet zu werden. Wenn ich dann bei Begegnungen kurz unsicher werde, merkt mein Hund das als erster und wird ebenfalls unsicher. Entscheidend ist aber, dass man diese (eigenen) Schwächen erkennt und dran arbeitet.

      Gruß Axel

    • Andy schreibt:

      Hallo Bernd.
      Das Problem ist oftmals, dass Begegnungen an der Leine oft Konfliktpotential birgt. Keiner der beiden Hunde hat Auswichmöglichkeiten, die es ohne Leine gäbe und die Hunde – wenn du sie mal beobachtest – auch reichlich ausnutzen. Ich verbiete meinem Hund auch jeden Kontakt an der Leine. Das hat nichts mit schlechter Sozialisation zu tun, sondern ich vermeide einfach konfliktträchtige Situationen, in denen mein Hund nervös reagiert oder sich von dem anderen bedrängt fühlt. Kontakt mit Artgenossen gerne. Aber nur wenn beide ohne Leine sind. Deshalb denke ich auch, dass der Hundeführerschein eine gute Idee ist – denn genau das habe ich da gelernt :)

      • Liz schreibt:

        Hey Andy,
        ich bin da eigentlich voll mit dir einer Meinung..
        Aber bei unserem Hund ist das zB so: anderen Hunden frei (ohne Leine) begegnet er super, an der Leine geht es eigentlich ganz okay, bis das Gegenüber den anderen Hund wegzieht/zurücknimmt oder ich ihn selbst zurück nehme (bis also quasi jemand eingreift)…
        Das Problem ist, dass er erst mit 4 Jahren überhaupt gelernt hat Gassi zu gehen an der Leine, andere Hunde zu treffen etc, da er leider als Welpe überhaupt nicht sozialisiert wurde (und auch sonst viel falsch gemacht wurde).
        Wenn also nun jemand den anderen Hund wegnimmt wird meiner unsicher und fängt an n riesen Theater zu machen.
        Ich hab bisher noch nicht wirklich ne funktionierende Taktik gefunden, außer eben zu versuchen seine Aufmerksamkeit auf mich zu lenken und ihm Sicherheit zu geben. Das wird auch langsam n bisschen besser, aber ist halt Milimeter-Arbeit…

        So sind mein Hund und ich oft die „Gegenseite“ von dem andere Hunde dann weggezogen werden und sich dann darüber empört wird wie schlecht er doch erzogen ist..
        So kann ich Bernds Seite auch ganz gut nachempfinden..

        Spannende Sache diese Hundebegegnungen… 😉

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Danke Tanja!

      Wir sind total froh, dass wir hier so viele Gleichgesinnte treffen. Das macht ein wenig Hoffunung, dass es vielleicht irgendwann einfacher wird sich mit einem Hund in der Öffentlichkeit zu bewegen.

      Gruß Axel

  19. Anja schreibt:

    Hallo,

    der ganz normale Alltag eines Hundebesitzers. Das kenn ich auch. Da wird schon von weiten gebrüllt: „Nehmen Sie ihren Hund an die Leine“. Ich wohne auf dem Dorf, da ist es „etwas“ lockerer“, aber trotzdem gibt es hier ein paar Id…., die meinen, die wüßten am Besten, was gut für Tobi und mir ist. Letzens ist mir jemand begegnet mit Hund und mein Tobi ist eigentlich eher zurückhalten gegenüber andere Hunde. Doch bei ein paar da freut er sich und will hin zum Begrüßen. Dazu muss ich sagen, Tobi ist ein Bernersennenmix, also 48 cm. Tobi – Ganzkörperbegegnungsfreude Stufe IV, und Frauchen wird angeblöckt: „Mit Halti haben sie den Hund besser im Griff“. Ahja,
    Vor Jahren hat mich mal ein älterer Mann angeblöckt, das mein Hund gefälligst an der Leine zu halten ist (ich gestehe, im Dorf habe ich ihn selten an der Leine, so wie viele andere Hundehalter hier auch). Es wäre schließlich gefährlich den Hund so laufen zu lassen. Hunde sind im allgemeinen gefährlich, so der Mann. Ich wußte darauf nur zu antworten, das dann aber sehr viele Menschen auch an die Leine müssten, vor allem er.
    Ach ja und dann war ja da noch das Erlebniss, wo ich mit Tobi das erste Mal in der Stadt war. Er aufgeregt und wie es so kommt bei Aufregung, er ka… in der Fußgängerzone. Aber ich bin ja gut gerüstet und habe alles dabei. Hundekottüten und extra eine Wasserflasche zum nachwischen (des Bodens). Neben mir standen zwei Frauen mit Kinderwägen. Puh das stinkt aber, so der Kommentar der einen. Ich: Oh, wenn ihr Kind in die Windeln macht, duftet es bestimmt nach Rosen“. und machte mich weiter dran, die Hinterlassenschaft vom Tobi wegzumachen. Aber einer hat mich auch gelobt und meinte, so was ist ein vorbildlicher Hundebesitzer. Gut gemacht, junge Frau. Tobi war stolz auf mich!
    Jaja, wie gesagt, der

  20. Birgit schreibt:

    Bin ich froh, dass auch andere Hundebesitzer „unerzogene Monster“ haben. Ich finde im Text fehlen eigentlich noch die Hundebesitzer, die hektisch hinter ihren kleinen Kläffern herlaufen, die schnurrstracks auf dem Weg zum größeren Hund sind. Eine Situation, die mich oft zum staunen bringt.
    Mein Hund ist mittelgroß, schwarz und sieht aus wie ein Schäferhund. Offensichtlich ein Anblick der andere Hundebesitzer um das Leben ihres Hundes fürchten lässt.
    Um den Stress des hinterher laufenden Herrchens (oder Frauchens) zu entspannen – der kleine Kläffer hängt mittlerweile schnappend am Bauch meines Hundes – rufe ich nur, dass mein Hund Kleinen nichts tut. (Großen auch nicht) Bei mir angekommen, wird der kleine immer noch kläffende und knurrende Hund schützen vom Besitzer von meinem immer noch stoisch dastehen Hund weggerissen.
    Soweit so gut. Bin ja froh, dass das Kläffen ein Ende hat. Dann aber kommt gerne der Spruch:
    „Das sagen sie alle, dass ihr Hund nicht beißt. Und dann beißt er doch und da haben die kleinen Hunde ja gar keine Chance.“ Mittlerweile staune ich nur noch über die etwas verwirrte Sichtweise, nehme meinen gefährlich Hund und setze schmunzelnd meinen Weg fort

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Hallo Birgit!

      Oh, es fehlen leider noch viele charmante Details in dem Text, aber aufgrund des regen Interesses denken wir über eine Fortsetzung nach. (Oder mein Buch kaufen!)

      So ein ausgeglichener und Respekt einflößender Hund an deiner Seite macht das Leben doch etwas einfacher. 😉

      Gruß Axel

  21. Nicole schreibt:

    Na da bin ich ja froh, dass wir mitten in der Pampa wohnen. Da bleiben wir von solchen „Vorkommnissen“ weitestgehend verschont.
    Aber tatsächlich – wenn es uns dann mal (mit Hund) in die nahegelegene Kreisstadt verschlägt, erfährt man auch die Genialität mancher Mitmenschen (mit und ohne Hund).
    Wir , bzw. Digger – seines Zeichens ein kräftig gebauter French Bulldog Rüde – bieten natürlich nochmal extra Gründe, dumm angemacht zu werden.
    Da wird sich über das Aussehen meines Hundes ausgelassen – in einer Art und Weise, dass ich dann fast meine gute Kinderstube vergesse…
    Aber bitte – wer mich kennt, der weiß, dass ich um Antworten nicht verlegen bin…
    Aber ich finde es schon unverschämt, wenn jemand sich vor mich und meinen Hund stellt, auf ihn herabschaut und dann zu mir sagt: „Der ist aber verdammt hässlich. So hässlich, dass er fast schon wieder niedlich ist!“
    Also spreche ich zu meinem Hund – der diesen Menschen die ganze Zeit freundlich anblickt: „Komm Digger – wir gehen besser. Schon wieder jemand, der nicht in den Spiegel schaut, und so dumm ist, dass er ja fast schon wieder klug ist.“
    DAS und das dämliche Gesicht dieses Menschen gönne ich mir dann mal…
    Von Aussprüchen wie:
    „Halten sie den Kampfhund zurück“
    „Der knurrt ja richtig! Halten sie den Hund bloß fest!!!“ lassen wir uns ja schon gar nicht mehr beeindrucken.
    Anfangs habe ich noch erklärt, dass es 1. keine Kampfhunde gibt und Digger 2. eh NICHT auf dieser unseligen Liste steht.
    Habe erklärt, dass er nicht knurrt, sondern grunzt, weil es nunmal eine Eigenart dieser Rasse ist…
    Mittlerweile ignoriere ich solche – Entschuldigung – Idioten und marschiere an ihnen vorbei.
    Hochnäsig und arrogant wie ich bin.

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Hey Nicole,

      mit einem Hund, der Digger heißt, wäre dir hier in Hamburg die Aufmerksamkeit sicher. Man würde allerdings Digga sagen! 😉

      Wir waren an dem gleichen Punkt an dem Du jetzt bist und haben entschlossen, dass es so nicht weitergehen kann. Daraus entstand „Fair auf Pfoten“. Nicht mehr auf die anderen schauen, sondern sich einfach selbst vorbildlich verhalten. Klingt leicht, oder? Wir arbeiten daran!

      Gruß Axel

  22. Sabine schreibt:

    Hallo, auch ich bin jemand, der bei Hundebegegnungen Anleinen des anderen Hundes fordert, auch durch lautes Rufen… Ich habe sehr kleine, sehr schnelle Hunde, die mehr schlechte, als gute Erfahrungen bei Begegnungen mit anderen Hunden gemacht haben. Bei den meisten Hunden wird von ihnen sofort der Hetztrieb angeregt, und eine Jagd beginnt. Bei der meine Hunde aber nie Spaß haben… Wenn ich mit dem Rad unterwegs bin, weiß ich immer sofort, wann Hundekontakt kommt. Da meine Damen plötzlich hinter dem Rad laufen. Nicht jeder Hund will mit anderen Hunden spielen! Ich mag es auch nicht, wenn mich auf der Straße jeder andere Fußgänger begeistert anmacht 😉
    Mit Hundehaufen hab ich bisher kaum Probleme, da die kleinen Köttel nicht für Unruhe sorgen, und die Beutel zur Entsorgung sichtbar an der Leine hängen. Das Eltern ein Problem mit Kind und Hund haben, ist leider auch mir oft aufgefallen. Wenn ich aus dem Urlaub zurück komme, weiß ich immer sofort, dass ich über die „Grenze“ gefahren bin, weil die Blicke der entgegenkommenden Menschen starr werden, und ausgewichen wird. In Frankreich oder Spanien passiert uns das nie… Schön zu hören, dass auch Irland nett für Hunde und Menschen ist.
    Deine Erlebnisse sind heut wohl leider traurige Realität geworden

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Hallo Sabine!

      Viele deiner Erfahrungen habe ich auch gemacht. Wir gestehen natürlich jedem zu, dass er seine eigene Meinung in Bezug auf Hundeerziehung hat. Wir würden uns aber sehr freuen, wenn man dann auch die Meinung anderer respektiert. Wenn Du mir also entgegen kommst und mich bittest meinen Hund an die Leine zu nehmen, werde ich das tun. Egal, was ich darüber denke.

      Gemeinsam mit dir und den anderen verantwortungsvollen Haltern können wir vielleicht ein ganz klein wenig Verbesserung schaffen!

      Gruß Axel

  23. Melanie schreibt:

    Hach ist das schön geschrieben, wir haben nen Jack Russel und zwischendurch denke ich auch das wir bald in nem schwarzen Loch wohnen…

  24. Johanna schreibt:

    Hallo,
    sehr schön geschriebener Text !
    Ich persönlich bin kein Hundehalter aber kann auch mal etwas aus der anderen Perspektive erzählen.
    Ich hatte nie Angst vor Hunden und durch ein paar Hundehalter, die ihre Tiere nicht an die Leine genommen haben, hab ich durch die schlechten Erfahrungen (bin nicht gebissen worden, aber viel hat nicht gefehlt) mittlerweile Angst vor Hunden.
    So ergab sich dann neulich folgende Situation:

    Ich durchquerte bei uns einen Park und da waren zwei Frauen, die mit ihren Hunden gespielt haben, die demnach auch stürmisch umher gesprungen sind, also bin ich etwas entfernter stehen geblieben und hab Folgendes zu gerufen:

    „Entschuldigen sie bitte ? Ich habe Angst vor Hunden, könnten sie die bitte nur kurz an die Leine nehmen ?“

    „Äh nein, die machen doch nichts“

    „Das kann ja sein, aber ich hab schon schlechte Erfahrungen gemacht. Also könnten sie bitte die Tiere an die Leine nehmen ?“

    Daraufhin hat die Frau mich nur angewidert angestarrt, als ob ich die zutiefst beleidigt hätte, hat mich ignoriert, sich umgedreht und natürlich ihre Tiere nicht an die Leine genommen. Im Endeffekt ist nichts passiert, aber mir geht es auch etwas ums Prinzip….
    Wie sehen sie das als Hundehalter ? Ist es wirklich zu viel verlangt, die Tiere kurz an die Leine zu nehmen, wenn man höflich danach gefragt wird ?

    Lg

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Hallo Johanna,

      Du beschreibst da sehr anschaulich, warum mich manche Hundehalter gelegentlich sprachlos machen. Es wäre aus „Fair auf Pfoten“-Sicht völlig selbstverständlich gewesen, deinem Wunsch zu entsprechen.

      Sehr spannend für uns, mal die „andere Seite“ zu hören. Wenn Du magst, kannst Du gerne deine Erfahrungen als „nicht Hundehalter“ in einem Gastbeitrag im Blog schildern. Würde uns sehr freuen. Melde dich einfach unter info(at)fair-auf-pfoten.de

      Gruß Axel

    • Jens Klappenecker-Dircks schreibt:

      Hallo Johanna,

      da kann ich Dich sehr gut verstehen!

      Als Kind und Jugendlicher habe ich mit großen Hunden sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Insgesamt wurde ich einmal gebissen und einmal laut grollend ausgerechnet von einem „lieb schauenden“ Golden Retriever weggeschnappt. Vor allem die Situation, als ich als siebenjähriger von einem Schäferhundrüden in den Rücken gebissen wurde (GsD habe ich laut genug geschrien und der Halter war nicht weit), hat mich sehr geprägt. Lange Jahre hatte ich große Probleme mit großen Hunden (Schäferhunde finde ich immer noch nicht so toll). Trotzdem habe ich mich (im Nachhinein betrachtet) durch die Anschaffung eines großen Hundes im Welpenalter selbst therapiert.

      Ich wünsche Dir, dass Du dieses Unbehagen in Anwesenheit großer Hunde irgendwann besiegst. Es liegt auf jeden Fall nicht im Interesse eines verantwortungsbewussten Hundehalters, dass sein Hund jemanden anspringt oder gar beißt. Diese Rennerei zu Polizei, Ordnungsamt, Hundeschulen zwecks Verhaltensprüfung, Maulkorb, Gerichtsverhandlung und die damit verbundenen Kosten – nein.
      Die will kein „normaler“ verantwortungsbewusster Hundehalter.

      Viele Grüße,
      Jens mit Pelle und Emma

  25. Gerit Sappl schreibt:

    Des Hundehalter’s Leiden, kann man da nur sagen! Aber genau dieses Verhalten war der Anlass zur Gründung unserer „etwas anderen Hundeschule“ , allerdings in Tirol/Österreich! Bei uns lernen Besitzer und Hund wieder „hundisch“! Halbe Stunde wird trainiert und dann wird in der Gruppe gespielt und getobt. Die Hunde geniessen das Rudelleben und freuen sich immer auf ihr wöchentliches „Kaffeekränzchen“! Die Besitzer lernen ihre Hunde richtig lesen! Problemhunde, die zu uns kommen, sind meistens nur frustriert, weil sie keine Sozialkontakte mit ihresgleichen haben dürfen und werden bei uns in kürzester Zeit wieder aufgeweckte und problemlose Hunde! Schaut mal rein in unsere Facebook-Seite „Hundefreunde Hopfgarten“ oder unter http://www.hundefreunde-hopfgarten.com!
    Eventuell zur Nachahmung empfohlen!

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Hallo Gerit!

      Das ist ein wirklich schöner Ansatz, den ihr da verfolgt. Das ist definitiv zu Nachahmung empfohlen! 😉

      Ich lerne auch ständig mehr über den Gemütszustand meines Hundes. Oft wirkt er freudig erregt, ist aber grad unglaublich gestresst. Da kann ich besser werden und problematische Situationen früher erkennen.

      Gruß Axel

  26. Barbara schreibt:

    Hallo Axel.

    Ich habe deinen Blog gelesen, und hab mich in so manchen Situationen die dir passiert sind wieder gefunden.

    Ich und meine Pitbull Labrador Mischung Menta müssen sich auch immer so viel anhöhren lassen. Angefangen von Böser Hund bis hin zu du und dein Hund gehören erschossen. Ich höre das schon gar nicht mehr.

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Hey Barbara,

      spätestens ab Pit Bull hören viele weg. Da hat die Presse „gute Arbeit“ geleistet. Du bist ein böses Mädchen mit einem bösen Hund, aber hier bist Du herzlich willkommen! 😉

      Gruß Axel

  27. Liz schreibt:

    Ja die liebsten sind mir die Hundebesitzer die ihre Hunde an unserem vorbei zerren wie blöd und sich dann darüber echauffieren dass mein Hund anfängt zu bellen. Klar klappts nicht immer mit allen, aber so ist ein „Drama“ schon vorprogrammiert..
    Mein Lieblingserlebnis war die Drohung man würde die Polizei rufen wenn unsere Hunde weiter so wild wären (drei Hunde fröhlich spielend auf einer wiese außerhalb der Stadt).. Kann ich natürlich schon verstehen, mein Spitz sieht wahrscheinlich schon echt furchteinflößend aus 😉

  28. Matthias schreibt:

    Ausnahmeregion?!

    Leonard, Goldie, 18 Monate, unkastrierter liebenswerter Flegel und ich haben seit seinem Einzug in unserem Leben erst einen grauen Punkt auf unserer Landkarte: eine Joggerin, die Angst vor Hunden hatte und das auch vor einem 4 Monate alten Streichel-Monster.

    Wir leben in der Nähe von Neuss/Krefeld in NRW – mit Rhein, viel Grün und demnach mit jeder Menge Spaziergängern, Joggern, Walkern, ambitionierten Hobby-Radlern, Jägern, Förstern …. und einer grossen Zahl von Hundehaltern. Leo’s Rasse und Wesen spielen sicherlich eine Rolle bei den vielen Begegnungen, aber solche der unfreundlichen Art waren bisher nicht dabei.

    Umso mehr gilt meine Bewunderung allen „Hundeleidenden“.
    Für ihre Geduld, Gelassenheit, Aufklärungsbereitschaft und Standhaftigkeit im Umhang mit Ignoranz und Intolleranz.

    Lasst euch nicht unterkriegen.

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Hey Matthias,

      schön, dass es Regionen gibt, in denen das Hundeleben so entspannt ist. Das würden wir gerne flächendeckend einführen! 😉

      Keine Angst, mein Artikel ist natürlich etwas überspitzt dargestellt. Aber leider gibt es Ecken, wo so etwas an der Tagesordnung ist.

      Gruß Axel

  29. Kristina schreibt:

    Ach je, da bin ich aber froh, dass ich nicht alleine auf der Welt bin. Ich habe einen sehr freundlichen 9-Kilo-Boston Terrier, und ich möchte, dass er auch so freundlich bleibt. Ich erlaube mir, jeglichen Tutnixhalter, der mir mit frei laufendem Hund entgegenkommt, ums Anleinen zu bitten.

    Und dann stoppe ich die Zeit.

    (…)

    Mir ist in den letzten zwei Jahren mit meinem (körperlich) kleinen Hund aufgefallen, dass die Hunde, die sich am freiesten von allen entfalten dürfen, am wenigsten hören und abrufbar sind. Obendrein sind sie mit besonders ignoranten Haltern gesegnet, die meine höfliche Bitte nach dem Anleinen grundsätzlich zu allererst mit einem „Warum?“ beantworten. Das ist dann regelmäßig der Punkt, ab dem ich weniger höflich werde und mir die Contenance flöten geht. Während also mein immer noch sehr freundlicher Rüde neben mir steht und sich kolossal für mich schämt, bekomme ich nach und nach ein Wutanfall wie das Rumpelstilzchen. Zeugenaussagen zufolge muss ich einmal übers Feld gebrüllt haben, ob der Kerl auch nach dem „warum“ frage, wenn ich ihn auffordere, seine Hand von meinem Hintern zu nehmen.

    Wärt ihr einfach mal so nett und würdet ihr mir erklären, was so schwer und kompliziert daran ist, seinen Hund aus Rücksicht auf andere einfach mal kurz ranzunehmen? Für 30 Sekunden??? Ach so. Sobald die Töle nicht hört und man weiß das im Voraus, wird das natürlich recht blamabel. Mein Fazit: Fair bleiben ist leicht, die Contenance wahren verdammt schwer.

    Übrigens habe ich mir selbst mit meinem Bordeauxdoggenrüden früher nicht so in die Hose gemacht bei Fremdhundebegegnungen. Irgendwie waren die früher besser erzogen. Und: beißt in meinen Mr. Mini ein großer rein, fehlt die Hälfte vom Hund und die inneren Organe bekommen Risse. Beim großen Goliath ging jeder höchst defensiv an mir vorbei.

    Ach war das schön.

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Also Kristina,

      jetzt müssen wir uns aber mal kurz zusammenreißen. Wir klingen ja wie unsere eigenen Eltern. Früher war alles besser! 😉

      Nein ernsthaft, ich denke auch, dass da ein „Verfall der Sitten“ zu beobachten ist. Wenn ich meiner Oma von diesem Projekt hier erzähle, dann würde sie gar nicht verstehen, was los ist. Sie hatte immer Hunde und es gab nie Theater. Die waren einfach da!

      Vielleicht kommen wir ja Stück für Stück etwas näher an diese Zeit heran.

      Gruß Axel

  30. Jane & Wegbegleiterin Maggie schreibt:

    super Beitrag :) ….und ich sehe , uns geht es nicht alleine so.
    wir haben das glück eine größere hündin mit 28 kg als unsere wegbegleiterin nennen zu dürfen und kennen alle situationen nur zu gut.

    zudem haben wir noch panische hundesbesitzer die von weiten ihre kleinen hunden vom boden reissen, am besten noch unter die jacke verstecken und hastig an uns vorbei eilen. und das obwohl meine maggie weder die zähne fletscht, knurrt, zappelt wie ein duracel-häschen oder auch nur bellt. sie steht einfach nur da, wedelt mit dem schwanz und wartet gespannt was nun passiert.

    sehr schön geschrieben….durch zufall bin ich auf den beitrag gekommen und werde wohl jetzt öfters reinschnuppern 😉

  31. Kathi schreibt:

    Gut geschrieben!
    Wir wohnen ziemlich ländlich und haben zum Glück viele nette Leute hier. Hunde sind bei Begegnungen zu 95% angeleint oder hören gut. Andere leinen Hund auf Aufforderung ein.
    Ich lese hier in den Kommentaren viel Unverständnis im Bezug auf „Besitzer zerren den Hund weg, „meiner will nur Hallo sagen“. Ich gehöre auch zu der Sorte und habe es ungern wenn meine Hunde uberannt werden auch wenn andere nett sind. Meine jüngere Hündin ist etwas unsicher und wurde leider schon einige Male böse überrannt und angegriffen. Daher geht sie bei solchen Hunden generell auf Abwehr und stellt die Bürste auf. Kommt der Hund doch näher dann wird schonmal gewufft.
    Ihr Vertrauen muss nun langsam aufgebaut werden und das mach ich dann mit Hunden die ich kenne und weiß da passiert nichts. Sie muss erstmal merken nicht jeder will was böses. Ich kann ihr das aber nicht verübeln und biete daher die anderen ihre Hunde bei sich zu halten oder wenn dann sich langsam nähern. Da stoße ich auch manchmal auf Unverständnis. .der anderer Hund ist ja sooo nett. Es hat nichts mit Nettigkeit zu tun. Es gibt einfach Hunde die mögen es nicht überrannt zu werden. Wenn man mit dem Rudel unterwegs ist, ist es nochmal was spezielles.
    Meine beiden würden auch am liebsten alle Menschen begrüßen. Dennoch werden die bei Joggern und Fahrradfahrer abgelegt und warten bis diese vorbei sind. Meistens bedanken diese sich auch und wenn sie es wollen, dann dürfen die Hunde auch hin. So kann man den Konflikt wunderbar vermeiden.
    Hab übrigens 2 red merle Aussie Mädels die sehr süß und nett aussehen. Ziehen Leute manchmal wie Magnet an…

    Liebe Grüße aus dem Münsterland
    Kathi und gefleckte Mädels

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Hallo Kathi!

      Da bist Du genau auf den Kern unserer Philosophie gestoßen. Es ist wirklich egal, wie Du selbst deinen Hund einschätzt, oder kontrollieren kannst. Wenn der „Andere“ (Hund, Mutter mit Kind etc.) keinen Kontakt zu deinem Hund wünscht, dann ist das so und man sollte das akzeptieren. Für diesen Wunsch sollte sich dann auch niemand rechtfertigen müssen.

      Du bist mit deinem Verhalten auf einem tollen Weg!

      Gruß Axel

  32. Ulrike schreibt:

    Moin,

    ich gehöre – leider – auch seit anderhalb Jahren zu den Besitzern die ihren Hunden Kontakte mit anderen Hunden verbietet, wenn meine an der Leine sind. Ich habe zwei Bolonkas, zwar groß für die Rasse aber trotzdem klein.

    Da kam es leider zu einem Beissvorfall, ein großer Mix, Besitzer nicht in Sichtweite, kam auf uns zu geschossen und hat den größeren meiner Beiden gebissen. Für mich ohne ersichtlichen Grund, meine Beiden waren an der Leine und völlig entspannt, kein Kläffen, keine irgendwie geartete Aufregung von ihrer Seite aus. Die standen halt da.

    Ich habe dann natürlich meine Hunde gegen den Größeren verteidigt bis der Besitzer sich dann mal mit den Worten „lassen sie sofort von meinem Hund ab der tut nix“ angeschlichen kam. Ich habe tiefrot gesehen. Der Hund war im übrigen nicht abrufbar und hat, als der Besitzer ihn dann anleinen wollte sofort nach ihm geschnappt.

    So wurde innerhalb von Sekunden aus einem Hund der mit fast allen anderen Hunden egal welcher Größe klar kam, ein Hund der Probleme mit größeren Hunden hat. Er wird völlig panisch wenn ein unbekannter Hund auf ihn zukommt, der andere will ihn dann verteidigen und stellt eine Bürste und Leftzen hoch.
    Mit viel Training in der Hundeschule sind wir soweit das es halbwegs problemlos geht an größeren Hunden vorbei zu gehen und mit ausgewählten größeren Hunden ist auch wieder kontrollierter Kontakt ohne Leine möglich.

    Manchmal ist es wirklich nicht einfach Verständnis von anderen Hundebesitzern zu bekommen wenn man nicht möchte das die Hunde Kontakt haben.

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Tja Ulrike,

      dieses Thema ist und bleibt schwierig! Der Umgang mit Menschen ist schon schwierig, wenn dann auch noch Hunde dazukommen, wird es nicht einfacher.

      Ich wünsche dir viel Spaß in der Hundeschule und hoffe, dass deine Hunde bald wieder stressfreien Kontakt mit Artgenossen haben können.

      Gruß Axel

  33. Romana schreibt:

    Guten Morgen, Axel!
    Einer meiner Freunde hat deinen Artikel auf fb verlinkt, daher stolpere ich, stutzig geworden über den Titel, hier herein, um etwas Optimismus zu verbreiten.
    Schon klar, schwarzer Humor bedarf des Schwarzsehens. Aber in der Realität ist es nur dann schwarz, wenn man kein erhellendes Licht anknipst.
    Im vorliegenden Fall stehen uns Hundehaltern besonders i m Hinblick auf die Jägerschaft zwei erhellende Methoden zur Verfügung:
    – Information zu Jagd und Jägern
    – entsprechende Erziehung des Hundes
    Zum ersten Punkt:
    Jäger sind keine Geheimbündler, die hinter dichtem Gebüsch seltsamen, meist bösartigen Ritualen nachgehen, die in erster Linie den Zweck verfolgen, alle Waldis, Hektors und Amelies des Distrikts auszurotten. Sie sind sich im Klaren darüber, dass das Waidwerk beim Publikum auf wenig Gegenliebe stößt und sind heutzutage durchaus bereit und willens, imit der Öffentlichkeit zu reden und PR für ihre Sache zu machen.
    Ich habe mich also mit Jagd und Jägern etwas beschäftigt, hier einige Erkenntnisse daraus in
    Kurzform:
    Jäger lieben Hunde („Jagd ohne Hund ist Schund“) weil sie ihnen wichtige Helfer sind. Allerdings machen sie einen Unterschied zwischen Jagdhund und jagendem Hund. Jagende Hunde, die aus Spaß und Langeweile Rehe reissen, lieben sie natürlich nicht.
    Hunde, die von Jägern erschossen werden , sind meist solche, die durch wiederholtes Wildern aufgefallen sind.
    Bevor ein Jäger schießt, muss er etliche Dinge berücksichtigen, etwa den Kugelfang und die Gefahr der Personengefährdung bzw. Bedrohung. Riskiert er diesbezüglich zu viel, läuft er Gefahr, seinen Jagdschein zu verlieren und für die Negativpresse aus den eigenen Reihen erhebliche Kritik zu bekommen. Wenn sich also ein Hund freilaufend in der Nähe seines Halters bewegt, wird den kein Jäger vor seiner Nase erschießen. Er käme in Teufels Küche.

    Zum zweiten Punkt:
    Wer seinem Hund ein fröhliches und entspanntes Leben mit leinenlosem Auslauf im Wald gönnen will, tut gut daran, ihn beizeiten entsprechend zu erziehen.. Bei Hunden mit ausgeprägtem Jagdtrieb kann das mühsam werden, aber es funktioniert. Das Ende der Fahnenstange ist dabei nicht, dass der Hund auf Zuruf herkommt. Mindestens ebenso wichtig ist ein Signal, das den Hund dort festhält, wo er gerade ist. Einerseits, weil es für den Hund leichter ist, seine Jagd abzubrechen, indem er nicht kehrtmacht, sondern einfach nur aufhört und sich hinsetzt (quasi um bedauernd der Beute nachzuwinken), andererseits, um ihn davon abzuhalten, einer Gefahrenquelle auf dem Weg zu mir auszuweichen. Das kann eine befahrene Strasse sein oder ein heranbrausender Radler usw.
    Nachdem mein Hund in der freien Natur immer völlig frei läuft – inzwischen sind es zwei, die sich ihrer Freiheit im Wald erfreuen) hatte ich natürlich auch schon viele Begegnungen mit Jägern.
    Die Waidmänner zeigten sich in der Regel nach anfänglicher Unruhe immer sehr begeistert. Mein Hund sitzt über sehr große Distanzen auf Zuruf wie ein e Marmorskulptur, egal, was er grade getan hat (auch jagen). Wir sind ein Team und verlassen uns aufeinander. Und das klappt. Ich habe ihn schon hunderte Male davor gerettet, von wildgewordenen Radlern über den Haufen gefahren zu werden, ich führe ihn rechtzeitig zu einem Bach oder Brunnen, wenn er knapp am Verdursten ist , ich sorge für seine Unterhaltung, wenn ihm danach ist, und werfe die Stöcke, die er anschleppt – kurzum: ich bin für ihn da. Und er ist für mich da, wenn ich ihm etwas zurufe – weil wir anscheinend auch aus seiner Sicht mit gemeinsamen Interessen im Wald unterwegs sind und nicht jeder für sich.
    Dass das so gut klappt, hat viel Beschäftigung, viele viele gemeinsame Waldkilometer und tausende Leckerli für das Einüben des unter allen Umständen fbefolgten „Sitz “ gebraucht. Ich möchte in dem Zusammenhang betonen, dass mein Hund mein Kumpel ist, den ich liebe und als Person respektiere. Ich habe ihn niemals auch nur mit einem Wattebäuschchen beworfen. Und das „Sitz“ klappt auch als Jagdabbruchsignal. Bei Hasen, Rehen, Hirschen, Wildschweinen, Gemsen, Rebhühnern – und sogar Kreuzottern.
    (Jäger respektieren so etwas – sie selbst versuchen, den gleichen „Gehorsam“ – nicht immer erfolgreich – mit Hilfe von Strom zu erzielen. Klappt aber oft nicht, geht sogar manchmal verdammt in die Hosen. Denn man muss – auch aus Sicht des Hundes – einfach nur ein eingeschworenes Team sein. Bei dem der Mensch deswegen das Sagen hat, weil er einfach mehr Überblick über die meist menschgemachten Gefahren und Risiken hat.
    Ein einziges Mal hatte ich etwas Zoff mit zwei Jägern, die eben im Gebüsch auf Enten ansassen, während meine Hündin (nicht mein „Ersthund“, der gutsitzende Rüde 😉 ) genau in ihrem Schussfeld ins Wasser platschte und die Enten verjagte. Sie kamen schnaubend raus und wollten mich unter dem Hinweis, dass hier ihre Jagdpacht sei und wir hier nichts verloren hätten, zur Schnecke machen. Ein schlechtes Argument, das ich rasch widerlegen konnte, was für etwas Betretenheit sorgte. Wenn man etwas Ahnung hat von der Jagd und dem Drumherum, kommt das bei solchen Konflikten recht gut. Wir schieden im Guten, sie packten ihre Flinten, versuchten ihr Glück an einem anderen Uferstück und überließen unseren freilaufenden Hunden das Revier.
    Es kann also auch alles ganz einfach gehen. Den Grad dieser Einfachheit bestimmt man selbst. Er kostet Zeit, Mühe, Liebe, Interesse. Das alles muss man investieren wollen. Wenn man darin erfolgreich war, gibts nichts Schöneres und Natürlicheres, als Mensch und Hund, beide frei, entspannt und zwanglos unterwegs in der Natur.
    Übrigens hat mein inzwischen bald 13 Jahre alter Jagdterrier mir, beseelt vom Wunsch, auch mal etwas zu unserer Ernährung beizutragen, schon etliches Wild vor die Füße getrieben (einmal sogar einen hüfthohen Keiler, der so nah an mir vorbeipreschte, dass mein Anorak wehte, was meinen Puls doch um einige Schläge in die Höhe bewegte) – aber er hat zeitlebens eine einzige Maus beim Mauslochbuddeln getötet, vermutlich einen alten kranken Maus-Opi, der sich nicht rasch genug zurückziehen konnte, und einmal hat er im Garten, sehr zu seinem Schaden, einen Igel gebissen.
    Fazit: mein Hund will nicht allein jGen, sondern mit mir, weil ich offenbar zu lahm und langsam bin, weswegen er mir seine Nase und seine flinken Beine zur Verfügung stellen möchte. Dummerweise tue ich dann trotzdem nicht das Notwendige und zücke eine Keule, um das Wild zu erlegen. Nachdem ich trotzdem zweimal täglich in der Lage bin, aus unerfindlichen Quellen seinen Napf zu füllen, geht meine bedauerliche Laschheit bei der Jagd für ihn wohl in Ordnung. :-)
    Liebe Grüße
    Romana

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Hallo Romana!

      Zunächst mal möchte ich dir den Preis für den ausführlichsten Kommentar überreichen, den Du hier so informativ und charmant verfasst hast. 😉

      Ich liebe es, die ironische Übertreibung als Stilmittel einzusetzen. So auch in diesem Beitrag.

      Zu den Jäger kann ich ergänzen, dass alle mir bekannten gerne Bier trinken. Meinem Nachbarn musste ich sehr viel davon ausgeben, um ihn nach der Lektüre meiner Schmähschrift wieder zu beruhigen. 😉 Ich bin wohl nicht direkt ein Problemkandidat für ihn, aber er berichtete mir von Vorfällen mit uneinsichtigen Hundehaltern … Fremdschämen!

      Zur Erziehung kann ich nur sagen , dass es Horton als alleinerziehender Hund mit uns nicht leicht hat. Aber an der Leine gehen wir schon ganz ordentlich! 😉

      Gruß Axel

      • Romana schreibt:

        Hallo Axel!
        Vielen Dank für den großen Preis – und das Verfassen geschah auch noch mit dem tippfehleranfälligen i-Pad! ;-o)
        Deinem Mr.Horton entbiete ich die allerbesten Grüße – wenn es ihn zu trösten vermag: auch mein Mr.T. plagte sich volle 8 Jahre lang mit mir als Alleinerzieher ab, er kann davon ein Lied singen, hat aber inzwischen Verstärkung durch eine energische Terrierdame erhalten, die besonders im Hinblick auf das kulinarische Angebot sehr strenge Maßstäbe ansetzt. Zum Glück zieht sie das gepflegte Servieren dem Selbstorganisieren vor… 😉
        Liebe Grüße
        Romana
        PS: Kennst du Peter Mayle, „Das Leben ist nicht fair“? Ich habe es grade wieder zum dutzendsten Mal auf dem Nachttisch liegen. Falls du es noch nicht kennst: Pflichtlektüre für alle von Hunden kultivierten Menschen, die gern schreiben. :-)

  34. Karin schreibt:

    Grüß Gott aus Bayern,
    Bis vor ein paar Wochen hätte ich mich gefragt ob ich auf einem anderen Stern lebe.
    Bei uns in München war immer bis auf ganz wenige Ausnahmen das Gassi gehen entspannt und unproblematisch. Meine Hunde konnten fast immer ohne Leine gehen ( sie sind gut erzogen und folgen sehr gut).
    Wenn wir ängstlichen Menschen begegnen gehen sie ins Platz und wir warten bis diese an uns vorbei gehen. Für mich ist das kein Problem.
    Natürlich gibt es auch bei uns immer wieder mal vereinzelt Probleme mit Menschen – die ihr Hirn daheim vergessen haben aber meistens schlag ich diese Nichtversteher mit einem Lächeln und Freundlichkeit in die Flucht☺
    Aber seit Neuestem sind extreme Hundehasser unterwegs. Giftköder und Fleisch mit Rasierklingen werden in ganz München gefunden und es sind auch schon Hunde daran qualvoll verendet.
    Mir ist ganz bange wo das noch hinführt.
    Da ist es mir doch lieber ich werde blöd angesprochen ( dem kann ich höflich begegnen und antworten) als mein Hund wird vergiftet.

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Hallo Karin,

      natürlich ist es auch hier nicht so extrem, wie in meinem Beitrag geschildert. Aber irgendwie scheinen ja doch viele Hundehalter einzelne dieser Situationen erlebt zu haben. Ob es nun ein Vorfall ist, oder zehn ist gar nicht so entscheidend, denn sie sind fast ALLE vermeidbar. Genau darum geht es bei uns.

      Tja, Giftköder sind so ein Thema für sich. Schon ein einziger Fall ist definitiv zu viel, ohne wenn und aber! Die Täter gehören dafür bestraft. Ich weiß allerdings aus zuverlässiger Quelle, dass die angezeigten Taten für den Bereich Hamburg nicht gestiegen sind, obwohl auch dort von immer mehr solcher Taten berichtet wird. Ich habe das dann weiter bei Tierärzten hinterfragt, die beim dem Stichwort „Giftköder“ sofort schmunzelten. Einhellige Meinung dort: Aufmerksamkeit und Sorge um den Hund ist richtig, aber bitte keine Hysterie. Die mit Abstand größte Zahl der Vergiftungen stammen von Pflanzen und Chemikalien aus dem eigenen Haushalt. Beiträge über Giftköder bringen auf den einschlägigen Blogs natürlich viele Leser und Kommentare. Wenn das seriös geprüft wurde, also tatsächlich ein Giftköder gefunden wurde, ist das völlig in Ordnung. Oft wird aber leider nur Panik verbreitet und Stimmung gemacht. Das ist dann nicht okay.

      Die Andrea kommt ja auch aus München und wird schon aufpassen, dass dort alles mit rechten Dingen zugeht! 😉 Ich wünsche dir noch viele „verletzungsfreie“ Spaziergänge.

      Gruß Axel

  35. Romana schreibt:

    Guten Mirgen, Axel!
    Ich habe es gelesen. :-)) Hoffe, Horton hat bei euch inzwischen den endgültigen Durchbruch erzielt. :

    Kein Wunder, dass ich an Peter Mayle dachte. Auch hier berichtet ein Hund von seinen Einsichten und Ansichten. Er erblickt im Kreis von 12 anderen das Licht der Welt,mhat zunächst nicht viel zu lachen, weil er an einen ungemütlichen Patron irgendwo in der provencalischen Einöde geraten ist.
    Nach einer Episode als Streiner landet er in einem Schriftsteller-Haushalt im Luberon, wo der Korkenzieher und das Savoir Vivre eine wichtige Rolle spielen und sich das Leben aus seiner Sicht sehr interessant gestaltet. Er ist ein wirklich guter Erzähler, Lachtränen sind vorprogrammiert.
    Möglicherweise ist es nur noch antiquarisch zu bekommen – als ich mich zuletzt danach für eine Freundin umsah, war es vergriffen. Eine Suche danach lohnt wirklich.
    Herzliche Grüße an Horton.:-)
    Romana

  36. karin schreibt:

    Hi Axel,
    ich wollte keine Hysterie verbreiten – sowas liegt mir fern . Das alles konnte man bei uns lezte Woche in diversen Stadtanzeigern und Tageszeitungen nachlesen.
    Mich hat es nur sehr betroffen gemacht, daß es eine Hündin in meiner Nachbarschaft erwischte. Ihre Besitzerin ließ sie obduzieren und es wurden Rasierklingen gefunden.
    Aber du hast Recht – dieses Thema gehört wohl nicht in diesen Trend – sorry

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Hey Karin,

      ich habe deinen Kommentar auch nicht als hysterisch empfunden. Ganz im Gegenteil! Wenn auch nur ein einziger Hund durch solche Täter Schaden erleidet, ist das schrecklich und gehört konsequent betraft!

      Ich meine aber, dass manche „Berichterstatter“ derart unseriös arbeiten, dass eine Einzeltat (schon schlimm genug!) so aussieht, als würden da draußen hunderte Hundehasser herumlaufen. Das mag ich nicht so recht glauben. Ich kann mich aber auch irren, was wirklich traurig wäre.

      Trotz aller Gutgläubigkeit bin ich natürlich auch immer aufmerksam.

      Gruß Axel

  37. noz! schreibt:

    Lieber Horton,

    es tut mir sehr leid, dass es so dumm läuft. Manchmal.
    Oder besser die anderen so unrund.
    Ich hab aber eine tolle Idee:
    Du kommst mich einfach mal mit Herrchen und Frauchen im Tal der Ahnungslosen besuchen, da haben an einem ganz bestimmten Fleck die Menschen noch keine Idee davon, dass man Hunde auch doof finden kann. – Na gut, ich gebe zu, eine olle Schrapnelle hat sich auch mal tierisch aufgeregt als ich in ihrem Garten einer Katzenspur nachgewuselt bin, aber im Gegenzug hat sich der Nachbar von ihr sehr über mich amüsiert und fand mich großartig. Er hat Frauchen auch erlaubt in den Gemeinschaftsgarten zu kommen, um mich abzuholen – was ich wiederum doof fand.
    Aber gut, zurück zum Thema:
    Hier jedenfalls gibt es neben diesem einen kleinen winzigen schwarzen Pünktelchen auf google maps ansonsten nur helle Flecken.
    Vielleicht liegt´s aber auch nur daran, dass mein Frauchen, wenn´s kritisch werden könnte, jedem Honig um´s Maul schmiert und partout immerzu erklären muss, dass ich noch so klein bin (stimmt gar nicht, ich bin schon 15 Monate alt!) und dass wir noch üben (das stimmt leider – manchmal tut ich so, als wenn mich das freut, damit Frauchen glücklich ist). Und wenn ich mal kein Bock hab, zu machen, was sie sagt, dann meint sie immer lachend zu den Leuten, dass heute meine Krone wieder ganz tief über meine Ohren gerutscht ist.
    Und was soll ich dir sagen: Dieser billige Trick wirkt IMMER! Die Leute stehen da und lachen und freuen sich über mein Nichthören :-)
    So sind die Leute hier.
    Da wo ich wohne.
    Im Tal der Ahnungslosen.

    Also wenn du mal Zeit hast, dann komm mal hergedüst – ich hab sogar einen Bademeister vom Schwimmbad bezirzt, wo ja nun wirklich keine Hunde reindürfen – ich darf! Vielleicht können wir dort mal gemeinsam reinwuseln. Die haben da auch ein Kneippbecken … das ist herrlich für den Sommer!

    Es grüßt dich aus der Ferne mit vollem Körpereinsatz wedelnd die kleine Suna

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Hey Suna,

      schöne Ecke in der Du da wohnst. Ist wohl eine Art weißes Loch. Auf jeden Fall gehst Du mit deinem Frauchen humorvoll durchs Leben. Das ist der richtige Ansatz!

      Gruß Horton

  38. noz! schreibt:

    Achso, was ich noch vergessen hatte:
    Mein Frauchen behauptet immer, das schwarze Loch wäre in unserer Wohnung, weil hier ständig Sachen verschwinden. Sollten diese dann aus deinem schwarzen Loch wieder auftauchen, gib ir bitte bescheid.
    Ich vermisse unter anderem einen Leckerlibeutel von Trixie, ein schwarzes Geschirr zum Fahren im Auto, ein Spielzeugschwein.
    Und mein Frauchen sucht noch immer einen Mann.
    Aber der scheint nicht im schwarzen Loch verschwunden zu sein.
    Falls du trotzdem einen netten findest, der Hunde mag und Kinder, dann schick ich durch´s schwarze Loch zu uns, ja?
    Danke Horton & bis bald!

  39. Bieni schreibt:

    Wir haben einen kleinen Spanischen Teufel ,bei uns ist es eigentlich entspannt ,aber gibt immer mal wieder Schmakos die meinen einen Kommentar abzugeben. ….toll geschrieben deine Gassi geh Story :-)

  40. Wynn schreibt:

    Hi, ich lese deine Artikel sehr gern(:
    Finde es sehr schade, was ihr euch alles anhören müsst. Kenne ich so gar nicht (oder zumindest nicht in dem Ausmaß).
    Hat anscheinend doch Vorteile in völliger Einöde zu wohnen, auch wenn unsere Hunde das oft zu „Autisten“ macht, heisst, sie noch nicht mal andere Menschen gewohnt sind… Das ist dann auch wieder schlecht(:
    Kopf hoch!

    Liebe Grüße

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Hey Wynn,

      danke für die Aufmunterung! So schlimm ist es hier eigentlich gar nicht. Wir wohnen jetzt auch in der Einöde, aber 12 Jahre Berlin und 5 Jahre Hamburg waren doch prägend. 😉

      Gruß Axel

  41. Timmy schreibt:

    Hallo Horton,

    Solche Geschichten gibt es bei uns eher selten, in meiner Nachbarschaft sind 2 Hunde die ich kenne und auch gut leiden kann. Wenn mein Frauchen mit mir mal Gassi geht… (uuhhhh da freu ich mich immer wie n Schnitzel auf 4 Pfoten)….treffen wir manchmal ein paar Spaziergänger die weitgehend keine Angst haben, dennoch nimmt mich Frauchen dann aber immer an die Leine. Ich weiß nicht warum, aber sie scheint immer Angst um mich zu haben. Vielleicht kann man auch nicht jedem trauen? Keine Ahnung.
    Wenn wir aber jemanden treffen den wir kennen dürfen wir auch zusammen spielen. Das ist aber nicht oft der Fall, da ich einen riesigen Garten, mit eigenem Pool und Wohlfühlliege mein eigen nennen darf und ich da dann oft meinen Spaß habe und wenn dann noch meine neue Freundin rüber kommt bin ich im 7. Hundehimmel.
    Giftködermeldungen gibt es bei uns auch. Und soll ich dir was sagen Horton? Ich glaube das ich deswegen nicht oft mit Frauchen Gassi gehe, da ich ein reinrassiger Labrador bin und wir ja bekanntlich gerne und alles fressen. Und wie schon gesagt, mein Frauchen stets angst um mich hat. Sie sagt immer ich bin ihr Schatz, da ich wohl ihr erster Hund bin und ich ihr schon so den ein oder anderen Schock versetzt habe. Angefangen von meinem Beinbruch mit 3 Monaten bis hin zu einer Allergie auf Heparin.
    Mitlerweile bin ich fast 2 Jahre alt und habe mich entschlossen nicht mehr soooo stur und wild zu sein und dann doch einmal mehr auf mein Frauchen zu hören. Ja Erziehung ist eben nicht leicht. :)

    Liebe Grüße
    Timmy

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Moin Timmy!

      Gassi ist cool! :-) Mein Frauchen hat aber blöde Regeln aufgestellt. Ich darf erst raus, wenn ich ganz ruhig bin. Ich und ruhig? Wie soll das denn gehen?

      Mal ehrlich, von wildem Chaot zu wildem Chaot: „Tu einfach so, als würdest Du ruhig sein. Dann gehts raus und dann… YEAH!“ 😉

      Gruß Horton

  42. Barbara schreibt:

    Toll geschrieben und ich glaube dir ja auch dass es in Deutschland leider so ist. Hier in Kanada sind die Leute meistens viel gelassener. Hundehaufen werden nicht geduldet, aber das wissen Hundehalter schon lange und alle nehmen halt Plastiktüten mit auf den Spaziergang um den Haufen sofort verschwinden zu lassen. In der Stadt müssen die Hunde natürlich auch angeleint sein, aber dafür gibt es überall Hundeparks wo die Hunde frei rumlaufen können und mit ihren Hundekumpels rumtollen können. Es kann trotzdem vorkommen dass man einem idioten begegnet, ist aber doch eher selten.

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Ach Barbara,

      wir hatten hier schon so viele schöne Beispiele aus fernen Ländern. Irland, Spanien oder Österreich. Auch Kanada scheint uns einen Schritt voraus zu sein.

      Wir bei „Fair auf Pfoten“ glauben, dass auch Deutschland eine tolles Hundeland sein kann und lesen hier auch zahlreiche Beweise dafür.

      Gruß Axel

  43. Elke schreibt:

    Wenn ich das lese und solche und ähnliche Berichte lese ich häufig, bin ich doch dankbar für meist ungestörte Gassigänge und Wanderungen mit überwiegend freundlichen Menschen, einschl. Waldbeaufsichtiger.

    Es gibt immer Bereiche in denen Hunde- und Menschbegegnungen problematisch sind, auch in meinem Umfeld, aber dank Ausweichmöglichkeiten erlebe ich so etwas sehr selten.

    Für mich ist es aber ekelig, dass so viele Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht wegräumen.

    Sommerliche Grüße
    Elke

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Hallo Elke!

      Zunächst mal ein dickes Lob für deine Seite http://www.fotografischereisenundwanderungen.com Es gibt einfach Menschen, die „den Blick für das Motiv“ haben und Du gehörst ganz offensichtlich dazu. Meine Frau auch! Da kann ich trotz meiner technischen Überlegenheit nicht mithalten. 😉

      Hund und Halter sind in der Kombination leider manchmal etwas anstrengend. In vielen Fällen ist das vermeidbar und daran arbeiten wir hier bei „Fair auf Pfoten“!

      Gruß Axel

  44. Susanne schreibt:

    wer kennt das nicht… mein Beagle ist 14 und mit ihr hab ich schon Dinger erlebt… ein schöner war:.. ich geh spazieren ( habe tatsächlich IMMER Kotbeutel dabei und nutze sie auch, sogar ganz ökologisch kompostierbere) ..kommt ne Frau ums Eck und motzt uns an, ich solle doch verhindern, dass mein Hund bei Ihr vor die Haustür kackt… sonst würde sie mich anzeigen… irritierend, weil die Haustür der Dame ungefähr 20 Stufen weiter oben ums Haus herum angebracht ist…. habe ihr angeboten, sie solle den nächsten Haufen aufheben und dann einen meines Hundes sammeln um ihn einer DNA Analyse unterziehen zu lassen…. Stille….. der Vorgänger meines jetzigen Beagles war ein uralter aus dem Tierheim, zu dick, schwer krank und irgendwie ,,klotzig“ … aber total liebenswert… wir schlitterten gerade in die Listenhund- Hysterie- Zeit hinein und erlebten es an einem sonnigen Tag tatsächlich auf ca 500 Metern Weg 4 mal, blöde angemacht zu werden… kurz vorm rettenden Parkplatz rief uns eine ,,Dame“ mit ihrer Kollegin noch hinterher: ,, Das ist doch so ein gefährlicher Kampfhund, wa?“.. Müde jeglicher Diskussion rief ich zurück: JA, und ich wär vorsichtig, ich hab sie heut noch nicht gefüttert………. was die Damen für ein Gesicht gemacht haben weiß ich leider nicht, hab geguckt dass ich mein HUndi und mich in geistig weiterentwickelte Gefilde geschafft habe….

  45. Nilhan kücük schreibt:

    Also ich muss ja sagen was die leute über mich und meinem efe denken (husky-schâfer) tut mich null interessieren.,
    Auch wenn hier giftköder ausgelegt werden,lass ich mir den spaß mit meinem hund nicht verderben..
    Hier haben auch einige angst wenn die uns sehen,aber keiner kann ein kommentar machen über uns..
    İch gehe immer da spazieren wo ich möchte..

  46. Heidi deneke schreibt:

    Hy, toll geschrieben
    Also, so Probleme kenne ich garnicht, wirklich nicht. 2 schwarze Hunde, naja fast schwarz und ne 15 jährige Dackeline, da wissen die Leute nie, ob sie lachen oder flüchten sollen. Meist versuchen alle mein Dackeline zu streicheln. Aber nur einmal. Meist reicht das schon. Queen mom mag es nicht und ist dann seeeeeehr Not amused, und wird dann sehr laut, reicht meist. Es weiß aber keiner, dass madame zahnlos ist. Die Black beautys sind die Bodyguards, allerdings sehr gewaltlos, die tun nix, die gucken nur..Reicht auch. Allerdings, wenn die Damen mal gesundheitlich nicht gut drauf sind, kommt es auch mal vor, dass ich andere HH Bitte ihre Hunde zurück zu rufen. Niedlich ist es, wenn kommt: Wie soll ich das denn machen?.

  47. Mama Motte schreibt:

    Hm, also schön wäre aber auch die andere Seite der Nichthundebesitzer zu verstehen!!! Woher sollen diese denn wissen was der Hund gerade sagen will, kennt ihr euch etwas bestens mit der Katzen- oder Wellensittichsprache aus?? Oder der Pferdesprache, oder der von Fredchen???? Nein, auser ihr habt diese Tiere. Und klar springe ich vor wenn ein Hund auf mein Kind zugerannt kommt, ich kenne diesen Hund doch nicht und seine Erziehung auch nicht. Ich mag es nicht, wenn Hunde ungefragt zu meinen Kinder kommen oder zu mir. Und ja es ist fürchterlich (besonderst in Städten) nirgends langgehen zu können ohne Gefahr zu laufen in Hundescheisse zu treten. Also ich bin da echt traurig über diese Ansichten und nein, ich glaube nicht das dem Schreiber das alles auf dem Spaziergang passiert ist. Ach und ja ich lebe mit einem Hund zusammen, mein Weggefährte, mein Sonnenschein, mein Fusswärmer……. aber ehrlich bevor er zu anderen Hunden oder Menschen (vorallem Kinder) darf, kläre ich das mit der jeweiligen Person ab. Ausser diese kennen sich und da ist das ja alles schon geklärt. Und glücklicherweise ist bei uns im Wald kein Leinenzwang, das der Hund am Weg bleibt ist selbstverständlich, Bodenbrüter sollten in Ruhe gelassen werden.

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Hallo Mama Motte!

      Genau das versuchen wir ja. Wir plädieren offen dafür, JEDEM seine Freiheit zu lassen und die entsprechenden Wünsche zu respektieren.

      Schau dir doch auch die anderen Beiträge mal an, dann wird das deutlicher.

      Gruß Axel

  48. Thomas schreibt:

    Ich habe keinen Hund und wohne in Köln an der „kölschen Riviera“. Morgens beim Joggen sehe ich Hundehalter, die die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge entsorgen. Daumen hoch! Sobald es aber ins Gebüsch und in den Wald geht, mehren sich die Haufen auch mitten auf den Gehwegen. Sind da andere Hundehalter unterwegs? Oder ist es wie im Ramadan, wo der Moslem gerne mal ein Kalbsschnitzel im Keller vertilgt, weil der da oben es nicht sehen kann? Ich weise mal vorsorglich darauf hin, dass diese Bemerkung eher statistisch als ethisch begründet ist. Ich mag Hunde. Und die sind ja gegen ihr Business so wehrlos wie Woyzeck, der aus wissenschaftlichen Gründen sein erbsengeschwängertes Wasser nicht abschlagen darf – es aber dennoch tut und das spätere Flüssigkeitsdefizit begründet: „Wenn einem die Natur kommt…“ Also: Der Hund muss tun., was der Hund tun muss. Das andere Ende der Leine ist entscheidend. Aber ebenso wie nicht alle DB-Benutzer Schwarzfahrer und nicht alle REWE-Besucher Ladendiebe sind, sind nicht alle Hundehalter Umweltsünder. Obwohl… Hartz-4-Empänger wollen ja auch alle nicht arbeiten…

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Moin Thomas!

      Wenn Du den Hund mit Woyzeck vergleichst, dann ist der Hundehalter wohl der Doktor und/oder der Hauptmann. Keine schöne Vorstellung.

      Ich denke, wir richten den Fokus auf die Halter, die an der „kölschen Riviera“ ordentlich Putz machen. Da gehen auch unsere Daumen hoch!

      Gruß Axel

  49. Katrin schreibt:

    Lieber Horton,
    mit entsetzen muss ich deinen Bericht lesen und meine Gedanken zu deinem fehlerhaften Verhalten loswerden.
    Punkt 1: Der Jäger hat IMMER Recht! Mit dem Erwerb des Jagdscheins geht gleichzeitig die „Immer-recht-hab-Regel“ in den Besitz des Jägers über. Gut, kann man ja nicht unbedingt wissen. Dazu kommt eine NeonGELBE Schleppleine. Ja mei, bist du denn verrückt? Die Jägersfarbe ist doch NeonORANGE! Hätte dein Herrchen diese Farbe gewählt, hätte der mit Farbenblindheit geschlagene Jägersmann sicherlich die Schlepp auch als solcher erkannt. Bitte unbedingt eine andersfarbige Schlepp kaufen, um es dem Jägerling etwas leichter zu machen im Kampf gegen unwissende Hundebesitzer.
    Punkt 2 und die Ganzkörperbegegnungsfreude Stufe IV: Also da hast du meiner Meinung nach einen ganz falschen Ansatz gewählt. Entweder hätte ich gleich Stufe V gewählt – die freudig Abhebende und auf den Gegenstand der Begierde zufliegende Ganzkörperbegegnungsfreude Stufe – oder besser noch den direkten Weg. Die Mutter hat Angst? Prima! Hier lässt sich doch gut ansätzen! Mit ketchupverschmierten Hundemaul, wild an der Leine zerrend könnte man hier gleich den Eindruck des kinderfressenden Ungeheuers vermitteln. Wieso Energie in ein Verhalten „verschwenden“, wenn dieses ohnehin fehlinterpretiert wird? Also lieber gleich die Schauspielfähigkeit schulen und direkt das Ungeheuer von Baskerville mimen.
    Punkt 3: Und ewig ruft der Haufen. Immer wenn ich eine Ansammlung von großen Hundehaufen sehe, lege ich den extra für solche Situationen mitgeführten Hundehaufen dazu. So kann ich auf die mich stets freundlich ermahnenden Genossen („Hey, mach den scheiß Kackhaufen deiner Töle da weg, sonst hat die das letzte Mal geschissen!“ – wer noch nicht genügend wortgewand in der Fäkaliensprache ist sollte sich mal einen Hund ausleihen und durch die Stadt spazieren) entgegen: „Oh, vielen Dank, dass Sie mich so nett darauf angesprochen haben. Natürlich beseitige ich den abgelegten Haufen umgehend und werde meinem Hund zukünftig nur erlauben in der Wohnung seinen „scheiß Kackhaufen“ (wichtig! unbedingt diese Wörter benutzen, sonst weiß der Gegenüber häufig nicht worum es sich handelt!) zu verrichten. Ich nehme auch gerne noch alle mit und wünsche Ihnen einen weiterhin schönen Tag“.
    Punkt 4, der scheinbar nicht erzogene Hund: Häufig irrt uns das Auge und wir sehen einen vermeintlich unerzogenen Hund. In Wirklichkeit handelt es sich dabei jedoch um einen wirklich ausgesprochen netten Artgenossen und zukünftigen Spielkameraden, der einfach seiner Zeit ein wenig voraus ist. Er sieht den neuen Spielkumpel bereits aus großer Entfernung und weiß, dass sich hier à la Cap & Capper Freunde fürs Leben finden werden. Dabei kann es bei einem solchen Spiel anfangs etwas ruppig zugehen und die Vorfreude auf das Spiel sollte unbedingt (!!!) durch eine angespannte Leine und hohe Animation des Hundes unterstützt werden. Nur so ist sicher gestellt, dass es zu einer echten Explosion am Leinenende kommen kann. Ganz falsch wäre hier der Besuch einer Hundeschule, da diese versuchen würde das wundervoll soziale Verhalten und den Spieltrieb zu unterbinden.
    Horton, du musst wirklich noch eine ganze Menge im Leben lernen und dich einfach besser anpassen. In diesem Sinne schalte ich die Ironie nun aus!
    Beste Grüße vom Sofa!

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Ach Katrin,

      dann bin ich also wirklich widerlich? 😉

      Herrchen sagt immer, dass mich der Feind geschickt hat, um ihn fertig zu machen. :-)

      Ich will aber nicht lange reden, sondern mach mich mal direkt an deine ToDo-Liste.

      Gruß Horton

      • Katrin schreibt:

        Widerlich auf keinen Fall! So harte Worte die nicht der Wahrheit entsprechen möchte ich doch nicht aussprechen. Aber da man solche Gassigänge doch immer mit Humor nehmen muss (sonst würde man ja gar verzweifeln), hoffe ich, hast du meinen Text mit Ironie gelesen :)
        Beste Grüße
        Katrin

  50. Michaela schreibt:

    Also, Axel, ich habe mich köstlich amüsiert – super geschrieben…….eben aus dem wahren Leben…….
    Als 5-fache Hundebesitzer – von Terrier-Mix , die Rudelchefin, Border Collie, der Rudelführer, über zwei Zyprioten bis zu einer Chihuahua-Mix-Maus aus Polen, die ohne Augen geboren wurde, haben mein Mann und ich schon wirklich ALLES erlebt – Unverschämtheit, Dummheit, Ignoranz, Überheblichkeit, Besserwisserei, Drohung (mit dem Jeep auf uns und unseren damaligen Dobermann zugefahren, richtig Gas gegeben, nur der Sprung ins Gras rettete uns!) ist uns an menschlichem Fehlverhalten (Menschen mit und ohne Hund!) NICHTS fremd!
    Wir hatten Doggen – groß, schwarz…….“uuuahhh“ gefährlich……den Dobermann, der froh war, wenn ihm Keiner etwas tat, bis zum heutigen Rudel…………Wir haben wahrlich VIEL gelernt …..zu schweigen und weiterzugehen……die Dummen wollen nicht aufgeklärt werden, sie haben ihre Meinung und BASTA.
    Wie auch immer sich Einer unserer Fünf verhält, es ist falsch – kackt Einer, heißt es: „igitt, der Köter“, führen wir ALLE an der Leine, sind wir „Freiwild“ für unangeleint heranpreschende Hunde, bitten wir um etwas Abstand, weil unsere Blinde erstmal schnuppern muss, hören wir: „der arme Hund, den sollten Sie erlösen…….“! Jagt ein großer Hund die kleine Maus ins Wasser, wo sie vor Angst erstarrte, weil sie den Rückweg nicht fand, hieß es auf meine Bitte, den Hund zu sich zu rufen, weil mein Hund blind ist: „…das kennt Meiner nicht….“ Nee, ist schon klar…..unsere Kleine trägt ein großes Blindenzeichen am Geschirr……
    Sowas erleben wir mit Fremden – unsere Nachbarn behandeln uns respektvoll, Freunde mit und ohne Hunde schätzen unser harmonisches Rudel.
    Wir verhalten uns „vorbildlich“, was die Hunde anbelangt :-)
    Leider gibt es sooo viele Hundehalter, die uns schaden! SCHADE – es könnte eigentlich Alles ganz einfach sein :-)
    Aber solange es so coole Autoren wie Dich gibt, Axel, gehe ich weiter, lächel, gebe manchmal sogar ein Handküsschen, schüttel den Kopf und denke: „ich bin reich durch meine Hunde, und Du bist so arm im Hirn und Herzen“!
    Seit einigen Jahren wohnen wir ganz unbehelligt auf dem Dorf mit reihenweise Nachbarn mit Hunden :-)
    Schreibe bitte weiter so trefflich :-)
    Tierische Grüße vom Deichrudel und dem Frauchen

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Donnerwetter Michaela,

      da ist ja was los bei dir! :-) Das ist doch mal ein ehrliches Rudel. Ist wohl noch ein weiter Weg bis wir ein harmonisches Miteinander erreichen. Aber der weg lohnt sich und viele gehen ja schon mit uns.

      Cooler Autor? Das klingt sexy! Danke dafür. 😉

      Gruß Axel

  51. U.B. schreibt:

    Starker Text. Feine Formulierungen. … „unbewaffnet für ein intelektuelles Duell“. Der Text beschreibt für mich als Nichthundehalter zweierlei, dass ich auch festgestellt habe.
    Erstens sind, wenn es Probleme gibt, die Hundehalter das eigentliche Problem. Problematische Hunde entstehen dabei trotzdem. Viele Nicht-Hunde-Menschen, denen Sie begegnen reflektieren deren Begegnungen mit anderen Haltern und deren Hunden wenn sie dann mit Ihnen zusammentreffen. Nicht schön für einen verantwortungsvollen Hundehalter. Jeder Hund wird in Folge zunächst als potentielle Verschmutzungsquelle oder potentielle Waffe empfunden. Thema Verschmutzung. Ich besaß noch nie einen Hund oder eine Katze. Ich habe keine Ahnung wie viele Haufen ich schon weggeräumt habe. Ich bin sozusagen im Plus. Welcher Hundehalter hat alle seine Haufen weggeräumt (was nur neutral wäre) oder ist im Plus, weil er auch mal Haufen anderer wegräumt? Das müssen aber in der Regel dann Leute machen, die gar keinen Hund/Katze haben.
    Hundehalter reden gern über uns Nicht-Hunde-Menschen. Ich denke sie sollten mehr über Hundehalter reden, die die Quelle der Probleme sind.
    Zweitens ist die Bildung über Hundeverhalten (Zitterstufe irgendwas ist Freude!?) kein Grundwissen, obwohl ich sehr dafür wäre in einem Fach LEBEN in der Schule auch genau solche Dinge anzubieten. Aber auch Sie als besser mit Hunden Könnender bemerken zu spät, wie ein Hund mit Halter drauf ist. Laien wie ich sowieso. Ihr Text tröstet mich, ich versuche als Hundelaie immer wieder das richtige Verhalten bei Begegnungen mit Hundehaltern und ihren Hunden herauszufinden, beispielsweise als Radfahrer. Gibt es eins? Ich hatte bisher Glück, Hose und Lenkergriff waren nur dran.
    Angst vor Hunden ist etwas, mit dem man umgehen lernen muss. Oder? Ich hab keine. Aber ich bin Vater und so damit konfrontiert. Können Hundehalter damit besser umgehen als Menschen ohne Hunde? Wer muss mehr lernen? Am Ende ist es oft so wie mit dem klaustrophoben Freund und dem Fahrstuhl. Es wird nix passieren, da ist man sich sicher. Aber der beste Weg damit umzugehen ist, mit ihm einfach die Treppe zu benutzen.

  52. Kim schreibt:

    Super gut zu einem „ernsten“ Thema geschrieben…..habe lange nicht mehr so schmunzeln müssen, da ich mich selbst darin sehe😃 Es gibt auch noch tolle Nachbarn, deren Kinder unseren Hund extrem geärgert haben. Es wurden Stöcker zur Provokation durch den Zaun gesteckt, Glasscherben über den Zaun geworfen, extrem gekreischt das einem das Trommelfell fast platzte …. Unser Schäferhund hasst diese Kinder und heftet sie an (ist auch nachvollziehbar). Im Anfang habe ich unseren „Kleinen“ immer ins Haus geholt, das mache ich jetzt nicht mehr, denn mitlerweile habe fast alle gemerkt, das nur diese Kinder angebellt werden 😃 nun versucht man es auf der Schiene, in dem in der Schule erzählt wird, das wir einen aggressiveren Hund hätten, unser Hund auf den Spielplatz „kacken“ würde etc. Als neulich die netten Nachbarskinder (obwohl die Kinder nichtmal etwas dazu können, es sind die Eltern) „liebevoll“ mit Stöckern auf unsere Vorgartenhecke einprügelten, bin ich nur raus und habe höflich gefragt, ob sie ihre aggressiven Kinder doch bitte einmal aus unseren Vorgarten entfernen können……. Die Antwort war natürlich : unsere Kinder sind nicht aggressiv… Worauf ich nur sagte: unser Hund auch nicht! …… Das Schöne daran war, die 10 anderen Nachbarn, die in der Nähe waren und unseren Hund gut kennen, grinsten dich einen…. Jetzt wird zu den Kindern nur noch gesagt: der RockY ist halt so…😃 Ach ich könnte noch viele Situationen schreiben, aber leider habe ich nicht das Tallent es so lustig rüber zu bringen…… Granz liebe Grüße von Rocky & Kim

    • Axel Löwenstein schreibt:

      Hey Kim!

      Da habe ich ja ein riesen Glück mit meinen Nachbarn. Da muss ich höchstens mal streng gucken, wenn sie wieder heimlich meinen Hund füttern. Auch doof, aber noch lange nicht so nervig wie deine Nachbarn.;-)

      Gruß Axel

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