Rücksicht nehmen schwer?

Warum ist Rücksicht nehmen so schwer?

Wir als Hundehalter stehen immer wieder in der Debatte mit anderen Menschen. Von Joggern über Radfahrern bis hin zu Müttern.
Auch ich habe schon mit jeder dieser Personengruppen ausgiebig diskutiert, mal mehr, mal weniger nett. Denn wie man so schön sagt, wie man es in den Wald hinein schreit so kommt es auch wieder heraus.
Seit neuestem gibt es aber auch immer häufiger Diskussionen zwischen Hundehaltern. Aber wieso das ganze?

Wollen wir nicht alle einfach nur, dass auf uns Rücksicht genommen wird?

Ich glaube es liegt in der Natur des Menschen, dass er für sich und seine Gefährten (Kindern,Hunde…) einfach das Beste will. So ist also jeder Mensch auf seinen Vorteil bedacht, das ist an sich auch nichts schlimmes, allerdings dürfen wir dabei nicht vergessen, das ja eben alle einen Vorteil wollen. Also muss man nicht nur immer Rücksicht verlangen, sondern auch auf andere Rücksicht nehmen, egal wie schwer es fällt.

Gewisse Regel müssen einfach beachtet werden

Wenn zum Beispiel in deinem Lieblingspark seit neuestem eine Leinenpflicht herrscht, dann halte dich daran. Denn mit nichts geht man Ärger leichter aus dem Weg, als wenn man sich an gewisse Dinge hält. Wenn ein Radfahrer oder ein Jogger oder wer auch immer Dir entgegen kommt, dann rufe doch deinen Hund zu dir und leine ihn eventuell sogar an, wenn er nicht so gern auf seinen vier Buchstaben sitzen bleibt.
Stell dir einfach immer vor, die Person die dir entgegen kommt, könnte eine mordsmäßige Angst vor Hunden haben.

Sei ein Vorbild

So wie man gerne sagt, man soll nicht über rote Ampeln gehen und schon gar nicht wenn Kinder dabei sind, so sei Du ein Vorbild für andere Hundehalter. Zeige, dass es gar nicht so schwierig ist, wenn man seinem Hund zum Beispiel im Zug einen Maulkorb aufsetzt.
Ich selbst, habe im Zug die besten Erfahrungen gemacht, als Lemmy und Iggy einen Maulkorb aufhatten. Die Leute wollten wissen wieso und ich konnte ihnen ein bisschen was über Tierschutzhunde erzählen und das eben nicht alle Hunde jeden mögen.
Natürlich sollst Du jetzt nicht nur an andere denken, zeige auch wenn Du im Recht bist, aber rede so, wie Du auch möchtest, dass man mit dir redet.
Bleibe höflich und sachlich, auch wenn dein Gesprächspartner das nicht kann. Es fällt schwer ich weiß, aber Du bist dann der der mit einem positiven Gefühl aus der Situation geht.

Ich weiß von was ich rede, ich habe zwei nicht einfach Hunde, die kaum andere Hunde mögen und bei anderen Menschen entscheidet ebenfalls die Sympathie.
Wie oft ist schon ein Hund in uns hinein gedonnert, wie oft wurde ich von Radfahrern beschimpft, weil Iggy gebellt hat.
Ja meine Hunde bellen – ja meine Hunde knurren – ABER sie sind bei mir und ich habe die Situation unter Kontrolle.

Wenn jemand nicht einsieht, dass meine Hunde nicht von Kindern gestreichelt werden wollen, dann werde ich deutlich und stelle mich dazwischen. Ich habe auch schon mal eine Frau am Arm gestreichelt, weil sie Non-Stop Lemmy und Iggy anpatschen wollte. Die hat vielleicht geschaut.

Die Kinder bei mir in der Straße wissen, das meine Hunde nicht leicht sind und akzeptieren es – warum? Weil ich ihnen es erklärt habe – sie nehmen Rücksicht – warum – weil sie es verstehen.

Und darum geht es. Um das Verstehen anderer. Anderer Tiere, anderer Radfahrer, anderer Jogger – eben einfach um das Verstehen anderer Lebewesen.

Meine Tipps:

  • bleibe sachlich & ruhig
  • halte dich an Regeln
  • erkläre wieso und sag nicht das es einfach so ist, vor allem wenn Du mit den Personen öfter in Kontakt bist

Über die Autorin:
Anna ist Bloggerin auf Canistecture.de und seit 2012 Besitzerin der Rumänischen Straßenhunde Iggy und Lemmy. Auch Anna unterstützt uns bei unserem Projekt „Fair auf Pfoten“.

Billd: Anna Lenz

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Das Projekt Fair auf Pfoten wurde im Juni 2015 ins Leben gerufen.

3 Gedanken zu “Warum ist Rücksicht nehmen so schwer?

  1. Uwe Werner schreibt:

    SUPER !!!
    Es wurde auch Zeit dass mal darüber gesprochen wird dass jeder Rücksicht auf andere nehmen sollte. Wenn alle etwas Rücksicht aufeinander nehmen würden wäre das Leben für alle etwas leichter.
    Nicht nur für die Hunde und deren Halter auch die Menschen ohne Hund müssten sich nicht mehr so viel aufregen.
    Ich kann allem was in diesem Artikel geschrieben wurde nur zustimmen und werde gern bei der Verbreitung der Seite beitragen.

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